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Hinduismus, Buddhismus, Tourismus
ein
update über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Reisebericht 18.03. – 04.04.08 Teil 1 meiner Nepal-Reise vom 18.03. bis zum 28.04.2008
Vorwort
Nach überstandener Hüftoperation fliegt meine Frau Dorlis, nach 2 ½ Jahren wieder mit mir zusammen in unsere zweite Heimat Nepal. Inzwischen sind wir stolze Großeltern von Lara (2 Jahre) und Nick, dessen ersten Geburtstag wir noch vorgestern feierten. Auf dieser Reise beabsichtigen wir gemeinsam Kathmandu auf ein Neues zu erkunden, denn selbst hatte ich während der letzten Besuche kaum Zeit, die kulturellen Sehenswürdigkeiten in und um Kathmandu aufzusuchen. Zum Abschluss werden wir uns nach Pokhara am Phewa See, unterhalb des gewaltigen Annapurna Ranges, begeben. Von dort wird Dorlis nach Hause fliegen, während für mich der zweite Teil dieser Reise beginnt: Mustang „THE LAST FORBIDDEN KINGDOM“.
© Klaus Töpfer HIMATREK Gelsenkirchen, Juni 2008
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1. Tag - 18.03.2008
Pünktlich landen wir mit QATAR in Doha. Nach recht kurzem Aufenthalt (1 ½ Stunden) heben wir in Richtung Kathmandu ab. Gespannt hoffen wir darauf, dass sich das Himalaya beim Anflug auf Kathmandu aus der 10.000 Meter hohen Vogelperspektive zeigt. Eigentlich recht ungewöhnlich, bleiben zu dieser Jahreszeit die Berge hinter einem dichten Wolkenvorhang verborgen. Auch bei der Landung schwebt der A 330 durch dicke Kumuluswolken in das Kathmandutal hinab. Erst kurz vor dem Aufsetzen gibt es freie Sicht. Vollbremsung, die Landebahn ist kurz. Für uns nichts Neues. Am Ende der Piste kommt die Maschine zum Stehen, wendet und etwas später betreten wir nepalischen Boden.
Wie
verabredet, ist das Hotel SAMSARA in den kommenden 10 Tagen unser Domizil.
Ich hatte dort im November erstmals nach der Rückkehr aus Jumla (Rara See)
übernachtet. Govinda hat für uns das wohl größte Zimmer in der ersten
Etage reserviert. Gerade haben wir unser Zimmer bezogen, lässt uns das
erwartete Frühlingswetter weiter in Stich.
... und dann liegt das Büro im Dunkeln. Kerzenschein und kleine Diodenlämpchen durchbrechen die Finsternis. Hari, unser Büroboy, hat Ginger-Tea zur Begrüßung zubereitet, den wir uns schmecken lassen. Govinda erläutert, dass die Energieversorgung jetzt zur Trockenzeit noch schlechter ist als im Herbst. Jeder Stadtteil Kathmandus, als auch Regionen in Nepal, sind mindestens 8 Stunden pro Tag vom Stromnetz getrennt. Im Herbst waren es nur 6 Stunden/Tag. Jedenfalls sind die Zeiten der Nichtversorgung eine Woche im voraus bekannt, so dass man sich darauf einstellen kann. Für uns bedeutet dies genau festzulegen, wann wir im Büro arbeiten können. Die Hotels fahren hingegen rechtzeitig ihre Notstromaggregate hoch. Ebenso sind Restaurants und Geschäfte ausgerüstet. Verbrauchen damit das schon sehr knappe Öl oder Benzin auf dass die Preise noch weiter steigen. Wie sich während meines weiteren Aufenthaltes in Nepal noch herausstellen wird, war die nepalische Energie-Mafia aktiv. Weiter tröpfelt es vom Firmament, als wir uns später im Delima Garden den beliebten nepalisch Snacks widmen. Wettermäßig kann/darf es ja nur besser werden.
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Wie wird das Wetter? Gegen 8 Uhr, während des Frühstücks, zeigen sich die ersten blauen Lücken. Um 10 Uhr strahlt die Sonne vom Himmel. Pünktlich zu diesem Stundenschlag wird, wie angekündigt, der Strom abgeschaltet. Die Büroarbeit ist abrupt beendet. Kein Strom, keine Verbindung zum Internet. Der Monitor des Büro-PC ist schwarz, das Notebook lässt sich noch ordnungsgemäß herunter fahren. Somit brechen wir mit Govinda zum Rundgang durch Kathmandu auf.
Erstes
Ziel ist das Möbelgeschäft, um dort mit dem Eigentümer einen Termin in
der Fabrik nahe Bhagtapur zu verabreden. Für mein Büro und das
Besucherzimmer daheim, soll die Einrichtung einheitlich im tibetischen Stil
vervollständigt werden. Hierzu sind noch ein paar Schränke erforderlich.
Dieses Mal habe ich alles genau ausgemessen und die gewünschten Einzelstücke
bereits skizziert. Es bleibt eigentlich nur noch das Design festzulegen und
die Lieferung hinsichtlich Cargo-Versand nach Deutschland abzustimmen.
Morgen werden wir nach Bhagtapur fahren.
Zu Mittag erklimmen wir die Dachterrasse eines Restaurants oberhalb der Freak Street, dem Treff der Hippies in den 60ern. Von hier genießen wir den weiten Blick über die Dächer der Pagoden bis hinüber zur Stupa von Swyanbunath, am Rande des Kathmandutals gelegen. Im Touristenbüro, direkt hinter dem Kumari Chowk haben wir einen Visitor-Pass erworben. Dieser berechtigt uns nun bis zum Ablauf unseres Visums, jederzeit den Königplatz in Kathmandu zu besuchen, nachdem wir heute den einmaligen Eintritt in Höhe von 200 Rupien entrichtet hatten.
Pünktlich
kurz vor 14 Uhr sind wir zurück im Büro. Strom ist wieder da und
automatisch startet der PC. Erneut versuchen wir mit David, unserem Partner
in Lhasa (Tibet) Kontakt aufzunehmen. Leider ohne Erfolg. Die Grenzen sind
bis auf weiteres geschlossen. Die chinesische Botschaft in Kathmandu erteilt
seit Beginn der Demonstrationen in Tibet keine Einreisegenehmigungen mehr.
Dhurbar und Govinda 2 treffen ein. Dhurbar ist uns bei der Installation des Notebooks behilflich. Am Nachmittag ist mein Arbeitsplatz eingerichtet. Wichtige Nachrichten hat Tanja, die mich daheim nun vertritt, bereits weiter geleitet. Darunter auch, wie zu erwarten, die erste Kündigungen einer für August gebuchten Kailash-Tour. Govinda 2 bereitet während dessen die bevorstehende Tour zum Mera Peak vor. Ein Teil der Begleitmannschaft wird bereits morgen mit Zelten, Küchenausrüstung und Verpflegung nach Tumlingtar aufbrechen, 36 Stunden mit dem Bus, 2 Tage zu Fuß. Erst dort wird man sich am 25.03. mit unseren Kunden treffen.
Abends auf dem Weg zurück zum Hotel, platzen die ersten Wasserbomben. Zum Glück ist noch kein Volltreffer dabei. Das Frühlingsfest „Holi“ kündigt sich an.
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3. Tag - 20.03.2008 Im
Büro informiere ich mich erst einmal ausführlich über die aktuelle
Situation in Tibet. Die schlechten Nachrichten überschlagen sich im
Minutentakt. Brutal schlagen Armee und Polizei zu. Armes Tibet. Hoffentlich
erwacht der Rest der Welt. Die Arroganz der chinesischen Regierung schreit
zum Himmel. Govinda und ich beschließen, all unseren Tibet-Kunden eine
alternatives Reiseprogramm zu unterbreiten. Hier bietet sich z.B. das
„Klein Tibet“ Nepals, Mustang an. Wie der Zufall es will, werden wir
Anfang kommenden Monats mit unserem Gast Thomas aus Münster eine sogenannte
Pilot-Tour nach Lo Manthang unternehmen. Auch für Govinda ist Mustang
Neuland und er hat inzwischen Naina, einen mustangerfahrenen Guide,
angeheuert.
Am Abend erreichen wir per Handy David in Lhasa. Zum Glück ist ihm nichts passiert. Ansonsten lautet seine „allgemeine“ Botschaft: „It’s getting better now“.
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4. Tag - 21.03.2008 Schreck in der Morgenstunde. Ich bin im Bad eingesperrt. Die Tür lässt sich nicht mehr öffnen. Ein Versuch des herbeigerufenen Personals, die Tür von außen aufzustemmen, scheitert. Was nun? Eine Leiter wird zum Fenster des Bades angestellt, zum Glück ist es die erste Etage. Aber da gibt es nur ein recht schmales Lüftungsfenster. Jedenfalls schafft es ein junger, schmaler Angestellter, sich durch den Schlitz zu zwängen. Von dort ziehe ich ihm über die Badewanne hinweg ins Bad hinein. Mit vereinten Kräften gelingt uns schließlich auch meine (unsere) Befreiung.
Von
diesem Schlamassel gleich in den nächsten, dem Frühlingsfest der Farben
und Wasserbomben. Auf dem Weg zum Dhurbar Square können wir den
vereinzelten Wassergeschossen noch ausweichen, sind aber dennoch schon gut
durchfeuchtet, als wir den Frühlingsbaum ereichen. Hier trifft man sich zum
Gebet und Opfer zu Ehren Krishnas, dem Frühlingsgott, einer
Erscheinungsform Vishnus.
Am Abend enden die Feierlichkeiten mit der Verbrennung des Frühlingsbaumes. Ursprünglich um 20:30 geplant, verschiebt sich die Zeremonie nach nepalischer Art auf 22 Uhr. Ob diese dann tatsächlich pünktlich stattfinden wird, ist fraglich. Also beschließen wir, nach Hause zu gehen. Übrigens, heute Abend am 21.03.08 ist Vollmond. Ein Zufall, dass das hinduistische Frühlingsfest mit dem astronomischen übereinstimmt. |
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5. Tag - 22.03.2008 Heute steht der Besuch der Königstadt Patan im Süden Kathmandus auf dem Programm. Möchten wir beide, Dorlis und ich, doch unsere Kenntnisse über Götter, Tempel und Pagoden in und um Kathmandu auffrischen. Mit einer Schulung über die komplizierte Welt hinduistischen Gottheiten hat Govinda bereits begonnen (eine tabellarische Übersicht befindet sich im Anhang).
Nach
Überquerung des Bagmati-Flusses, der Kathmandu in Nord und Süd teilt,
erreichen wir mit dem Taxi Patan. Auch dieser Stadtteil gruppiert sich um den mittelalterlichen
Palast. Der Dhurbar Square besticht u.a. durch seinen steinernen, in
newarischer Shikhara-Architektur erbauten Tempel Krishna-Mandir. Insgesamt
ist Patan beschaulicher und ruhiger. Hier nerven keine
Straßenhändler und Touristen-Saddhus.
Zurück im Büro erfahren wir, dass Bernhard, einer unserer Kunden, beim Abstieg vom Cho La ausgerutscht ist und sich den Knöchel gebrochen hat. Govinda und Prasanta rotieren: Helikopter organisieren, Versicherung klären, etc.. Es ist für uns nach 9 Jahren der erste Unfall und somit Neuland in Organisation und Abwicklung. Prasanta wird morgen früh mit hinaus fliegen, alles Weitere werden wir morgen regeln. In diesem Zusammenhang der Hinweis für alle Trekker: Eine Unfallversicherung, die auch Bergungskosten abdeckt, ist unbedingt erforderlich!
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Frohe Ostern, fast vergessen! Der Tag beginnt wie der gestrige endete. Prasanta ist mit dem Heli ins Khumbu unterwegs. Dorlis und ich begeben uns auf einen Bummel durch Thamel. Durch die lokalen Märkte mit Gemüse, Gewürzen, Textilien, Haushaltswaren stranden wir wieder auf dem Durbar Square. Der Kauf einer Kette mit Glöckchen, die wir gestern in Patan entdeckten, misslingt. Merke, wenn man etwas findet was gefällt, so sollte man es sofort kaufen.
Zurück im Büro. Der Unglücksrabe Bernhard ist mit seiner Frau inzwischen wohlbehalten im Hotel. Die versicherungstechnischen Fragen sind so gut wie geklärt. Nur der noch folgende Formalismus wird allen noch einige Nerven kosten.
7. Tag - 24.03.2008
Ein typischer Bürotag. Der Unfall von Bernhard ist abzuwickeln, gebuchte Reisen nach Tibet sind zu stornieren bzw. umzubuchen. Am Abend können wir Govinda als Moviestar in einem Liebesdrama bewundern. Szenen, bei dessen Dreh ich im vergangenem Herbst bis zu seiner x-fach aufgenommen Ermordung einen ganzen Tage dabei sein konnte. Davon sind im Film nicht einmal mehr als 2 Minuten geblieben.
8. Tag - 25.03.2008
Auch das ist Nepal: Morgens um 8 Uhr steht Strom zur Verfügung, aber zum Internet besteht keine Verbindung. Da um 9 Uhr der Strom bis zum Nachmittag wieder abgeschaltet wird, erledigen wir zumindest einigen Papierkram. Dann schließen wir das Büro und fahren zum Handwerkzentrum in Patan. Dort kann ich die gewünschten aus Holz geschnitzten Figuren von Krishna, dem Frühlingsboten und Laxmi der Glücksgöttin bestellen. Bis Ende April, also kurz vor meinem Rückflug, wird die Fertigstellung versprochen.
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Heute frühstücken wir in der Bäckerei in Thamel und nicht im Hotel. Dorlis und ich lassen uns ein gut belegtes Baguette mit Schinken, Tomaten und Gurken, statt Toast mit Ei in den Variationen gekocht, gebraten oder als Omelett zubereitet, schmecken. Es ist bereits Gewohnheit zuerst am Morgen bis zur Abschaltung des Stromes im Büro zu arbeiten und dann auf Sightseeing-Tour zu gehen.
Entlang
einiger Lingam-Schreinen, in welche sich oft Saddhus zur Meditation zurück
ziehen, steigen wir einen bewaldeten Hügel hinauf. Ein Tummelplatz der hier
all gegenwärtigen Affen. Hier oben erhebt sind umgeben von weiteren
Tempelanlagen und Unterkünften für Pilger der Shikhara-Tempel.
Unzählige
bunte Gebetswimpel flattern an langen von der Spitze der Stupa bis zum
Sockel gespannten Schnüren im Sonnenschein. Diese Stupa, der Ursprung geht
wahrscheinlich auf das Ende des 6 Jahrhundert zurück, ist eine der größten
der Welt und das religiöse Zentrum der in Nepal lebenden Tibeter.
Am späten Nachmittag öffnen wir wieder das Büro. Strom und Internet sind wieder verfügbar. Govinda, Prasanta und ich nutzen die Zeit, bis Dorlis zum Abendessen drängt.
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Die Stupa von Swyambunath ist unser Ziel. Auf einem Hügel am Rande Kathmandus gelegen, erblickt man dieses Bauwerk auch von fast jeder Dachterrasse eines Hotels oder Restaurants in Kathmandu. Hell erleuchtet ist die Stupa mit ihrer golden glänzenden Scheibenpyramide und den beidseitigen Shikhara-Türmen mit Anbruch der Dunkelheit. Dieser Bezirk ist gleichermaßen Heiligtum von Buddhisten und Hindus. Am Fuße des Berges schützen knallbunte Buddhafiguren den steilen Aufstieg, die ebenso von Ghanesh und Kumara, den Kindern Shivas und Parvati bewacht werden. Vor der Treppe befindet sich ein Fußabdruck, der sowohl von Buddha als auch Bodhisattva stammen soll. Budhisattva war derjenige, der die Schlucht von Chobar schlug, so dass das Kathmandutal vom See zum Tal und die sich darin befindende Insel zum Swyambunath-Hügel wurde. Wie auch immer, Hindus und Buddhisten leben in Nepal in friedlicher Eintracht.
Zurück im Büro. Am Nachmittag trifft Thomas ein, der mit Govinda und mir am 05.04.08 zur „Expedition“ nach Mustang aufbrechen wird. Govinda hat inzwischen alles vorbereitet. Die Permits sind beschafft, ein mustangerfahrener Guide angeheuert und alles weitere (auch Literatur, Kartenmaterial, usw.) was ein Trek ins für uns ins Unbekannte erfordert. Diese Tour kommt zum richtigen Zeitpunkt zustande, denn er ist eine echte Alternaive zu Tibet. Mit David unserem tibetischen Partner in Lhasa konnten wir inzwischen Kontakt aufnehmen. Er kann (darf?) uns kein Bild über die aktuelle Lage und zukünftige Reisemöglichkeiten geben. Seine Empfehlung lautet, erst einmal abwarten.
Beim gemeinsamen Abendessen mit Thomas, Prasanta und Govinda erörtern wir im Detail die geplante Tour nach Lo Manthang. Thomas wird morgen nach Pokhara fahren. Dort verabreden wir uns am 03.04.08 um 18 Uhr im Bumerang zu treffen, falls wir uns sowieso nicht vorher auf der Uferpromenade treffen, da Dorlis und ich am 29.03. auch nach Pokhara reisen werden.
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11. Tag - 28.03.2008
Dorlis hat Geburtstag. Wir feiern im Delima Garden. Bilder sagen mehr als Worte:
12. Tag - 29.03.2008
Von
Kathmandu nach Pokhara ist es eine Fahrt der Erinnerungen. Wie oft bin ich
diese Strecke schon hin und zurück schon gefahren? Im Herbst 2006 ging es
mit dem Nachtbus zurück nach Kathmandu. Dorlis Fahrt dürfte bereits 3 ½
Jahre zurück liegen, als wir im Jahre 2003 mit Umweg und Verspätung von
Chitwan Pokhara in den späten Abendstunden erreichten. So einige Highlights
sind in bereits veröffentlichen Berichten zu lesen:
Je
mehr wir uns Pokhara nähern, säumen Reisfelder den Wegesrand. Zwei mal pro
Jahr kann Reis gepflanzt und geerntet werden. Jetzt, Ende März, werden die
jungen Pflanzen in den schlammigen Boden gesetzt. Die erste Ernte erfolgt
noch vor der Monsunzeit Mitte Juni. Wir halten am Wegesrande, um der nassen Arbeit zuzuschauen. Gleich einer Furie stampft uns, wild
gestulierend, eine Bäuerin entgegen. Wasser und Schlamm spritzen auf.
Vorsorglich ergreifen wir lieber die Flucht. Ein paar Kilometer weiter
haben wir dann die Möglichkeit, den Bauern bei ihrer harten und mühsamen
Arbeit zuzuschauen. Dunkle, schwarze Gewitterwolken ziehen auf. Heftige Sturmböen zerren in den Wipfeln der Bäume und wirbeln trockenen Staub auf. Die zu dieser Jahreszeit sichtbaren Gipfel von Lamjung Himal und Annapurna bleiben uns verborgen. Es fallen nur ein paar Tropfen. Das Unwetter tobt sich in höheren Regionen aus. Nach 6 Stunden Fahrt und 220 zurück gelegten Kilometern kehren wir im „heimischen“ Lake View Ressort ein. Dort treffen wir unsere „last minute“-Kunden Uta und Gudio, die gerade die Umrundung der Annapurna mit unserem Guide Dipendra abgeschlossen haben. Recht lang ist es her, dass ich Dipendra wieder sehe. Meist war er während meiner Aufenthalte in Nepal unterwegs. Auf dieses Wiedersehen wird angestoßen und Erinnerungen ausgetauscht. Im Jahre 2000 war er noch in der Ausbildung und hat meinen Freund Helmut und mich gemeinsam mit Govinda 2 noch als Träger nach Muktinath begleitet.
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Wir bummeln entlang der Uferpromenade am Phewa-See. Es ist warm, sonnig aber die Luft ist voller Staub. Das gewaltige Annapurna Range hat sich nur ganz blass am frühen Morgen gezeigt. Zur Mittagzeit entfliehen wir der Hitze unter ein schattiges Pavillon im direkt am See gelegenem Restaurant Bumerang. Hier verbringen wir bis zum Sonnenuntergang einen faulen Nachmittag.
14. Tag - 31.03.2008
Trotz
des gestrigen Gewitters bleibt es weiterhin dunstig. Ungewöhnlich zu dieser
Jahreszeit! Vom Himalaya ist nichts zu sehen. Zumindest ist es warm und die
Sonne lacht vom Firmament.
Wie in Kathmandu erschwert auch hier in Pokhara die Stromabschaltung die internationale Kommunikation per Internet. Jedenfalls erreiche ich die Webseite von Schalke 04 mit der erfreulichen Nachricht: Tabellenplatz 3 nach Sieg in Berlin und Unentschieden in Karlsruhr. Dies zur Wetterlage in der Bundesliga. Hier wird es gegen Mittag sehr stürmisch. Dicke Regenwolken hängen über dem Phewa-See. Erst zum Abend hin, bekommen wir ein paar Tröpfchen mit. Es ist eine sehr ungewöhnliche Wettersituation.
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15. Tag - 01.04.2008
In der Nacht haben sich die Urgewalten mit Blitz und Donner ausgetobt. Eigentlich müsste die Luft jetzt rein und klar sein. Der strahlend blaue Himmel endet jedoch weiterhin vor der sonst eisglitzernden Kette des Himalaya. Wir begeben uns in das tibetische Dorf Tashiling. Hier finden wir prompt den passenden Teppich, als ob er auf uns gewartet hätte. Maße und Design entsprechen genau meinen Vorstellungen.
Zwischenzeitlich haben wir ein „fast speed“ Internet Cafe ausfindig gemacht, dessen PCs auch während Stromausfall mit Akkus in Betrieb gehalten werden. So haben Govinda und ich in der „Regenzeit“ die Möglichkeit zumindest einige geschäftliche Dinge zu erledigen.
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Morgen steht bereits Dorlis Heimreise bevor. So bummeln wir noch einmal entlang der Uferpromenade. Es scheint sogar die Sonne und einige Gipfel blinzeln durch den Dunstvorhang. Nachdem die letzten Einkäufe der T-Shirts und Mützen mit unserem Firmenlogo getätigt sind, sitzen wir gerade rechtzeitig zur Mittagzeit unter einem schützenden Dach. Am Himmel scheinen alle Götter den Weltuntergang zu proben. Blitz und Donner, monsunartig ergießen sich die Wassermassen. Zeitweise prasselt wallnussdicker Hagel herab. Die hangseitigen Wege und Zufahrten haben sich in rauschende Bäche verwandelt. Die Uferstraße steht stellenweise bis zu einen halben Meter unter Wasser. Bis in die Abendstunden hinein tobt das Unwetter. Aus Kathmandu erfahren wir, dass dort die Sonne scheint.
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Zum
Abschied von Dorlis sagen am frühen Morgen die Gipfel des Himalaya
wenigstens tschüss.
Das schon gewohnte Gewitter naht heute erst am Nachmittag. Dieses mal mit einem elementaren Sturm verbunden, der das Wasser des Phewa-See aufpeitscht. Der sonst spiegelglatte See hat sich in ein brausendes Meer verwandelt. Hohe Wellen mit weißen Gichtkronen branden gegen die Ufer. Wie verabredet trifft Thomas ein, der übermorgen mit uns nach Mustang aufbrechen wird. Wir verbringen einen gemütlichen Abend. Es wird nun langsam Zeit , die Faulenzerei hier in Pokhara zu beenden. Die Berge rufen!
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18. Tag - 04.04.2008 Gegen 17 Uhr kommt Govinda aus Kathmandu zurück. Thomas ist inzwischen zu uns ins Lake View Ressort umgezogen. Und wieder endet dieser Tag mit einem heftigen Gewitter.
Dorlis ist heute Abend nach Hause geflogen und wird am 05.04. glücklich von unseren Kindern und Enkeln empfangen. Wir, Thomas, Govinda und ich werden morgen zum Trekking aufbrechen. Alle Vorbereitungen für die kleine Expedition nach Lo Manthang sind abgeschlossen.
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