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eine Erlebnisreise zu
Reisebericht 13.10. – 31.10.2007zurück zum Gesamtbericht HIMALAYA HOCH DREI
VorwortDa ich einen Teil dieser Reise bereits im Februar 2007, also jetzt zum 2. mal an einigen Orten bin, lohnt es sich für den Leser zu erst meinen Reisebericht „Kulturen im Himalaya“ ab den 11. Tag (19.02.2007) zu lesen. © Klaus TöpferHIMATREK Gelsenkirchen, Januar 2008
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Nach meiner Ankunft hier in Kathmandu vergehen die Tage wie im Fluge. Ich lerne einige meiner Kunden persönlich kennen, mit denen man daheim nur per Email korrespondiert, ggf. auch mal telefoniert hatte. Da ist dann auch noch die Büroarbeit zu erledigen und zur Abwechslung begleitete ich Govinda, den nebenberuflichen Moviestar, ins Filmstudio, wo er schließlich den Filmtod durch das Messer seiner Frau einige male (Szenen) sterben muss.
In
einer kleinen Fabrik in der Nähe von Bhagtapur finden wir nach langer Suche
die für mein Büro passenden tibetischen Möbel. Diese werden hier in den
kommenden Wochen in Handarbeit maßgefertigt.
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27. Tage - 13.10.2007 Die 4. Woche meiner Reise durch das Himalaya geht dem Ende entgegen und der 2. Teil „Bhutan“ steht unmittelbar bevor. Die Flugtickets mit der Druk Air und die Einreisevisa nach Bhutan liegen seit einigen Tagen hier im Büro. Den ganzen Vormittag regnet es, was zu dieser Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist. Seit 2 Tagen waren keine Flüge nach/von Lukla möglich. Die meisten Hotels sind ausgebucht, da niemand mehr ins Khumbu raus kommt. Zu allen Übel, bricht dann auch noch die anfällige Stromversorgung Kathmandus zusammen. Erst am späten Nachmittag können wir das Netzwerk im Büro wieder hochfahren, müssen aber gleich zum Flughafen, um meine 3 Mitreisenden in das Land des Donnerdrachens vom Flughafen abzuholen.
Pünktlich treffen Margret, ihr Mann Hans und Hans Joachim ein. Als 4. folgt noch Ute, die mit unseren Kunden Eva und Dieter aus Hennickendorf in ein paar Tagen zur Umrundung der Annapurna starten wird. Margret und Hans haben es rätselhafter Weise geschafft, ohne Visum durch die Einreisekontrollen zu schlüpfen. Das kann hier in Nepal zu großen Problemen führen! Eine Polizistin führt mich schließlich mit den beiden sozusagen rückwärts zum Einreiseschalter, wo das kostenlose Transitvisum zügig erteilt wird. Nur ich muss aufpassen, dass ich nicht ohne Reisepass, der im Büro deponiert ist, hinter die Schranken gerate.
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28. Tag - 14.10.2007
Das Brummen der Flugzeugmotoren weckt mich bereits am frühen Morgen. Klares, wolkenloses Wetter, der Flugverkehr nach Lukla ist wieder aufgenommen. Der Frühstücksraum im Hotel Manang, in welchem ich hier in Kathmandu meist übernachte, ist verwaist. Nach dem Frühstück treffe ich mich mit meinen Bhutan-Kunden zum geplanten Sightseeing, dem sich auch Ute anschließt.
Ohne Guide bummeln wir durch die lokalen Märkte mit ihren bunten und vielfältigen Angeboten von Textilien, Eisenwaren, Gewürzen, Obst und Gemüse zurück in das Touristenzentrum Thamel. Dort wartet unser Cityguide am Kathmandu Guesthouse. Ich verabschiede mich schleunigst, denn Karma, der beste Koch Nepals, wartet schon auf mich und bittet mich schnellstens ins Büro zu kommen. Er erzählt mir freudig, dass er und seine Brüder uns im November auf der Tour zum Rara See begleiten werden.
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29. Tag - 15.10.2007
Knatternd springen morgens früh um 5 Uhr die Notstromaggregate im Hotel an. Der Weckruf zur richtigen Zeit. Pünktlich erreichen wir den Flughafen. Hier ist Hochbetrieb. Kurz nach 8 Uhr starten GULF und QATAR und wir mit DRUK Air gleich danach in Richtung Paro. Check-in und die Erledigung der Ausreiseformalitäten gehen zügig von statten. Doch bei der letzten Sicherheitskontrolle bleibt Margret hängen. Hat sie doch zu viele Akkus für ihren Fotoapparat mit im Handgepäck. Nachdem wir die Menge der Akkus rein statistisch auf uns vier als Gruppe verteilen können, ist auch der Sicherheitschef der DRUK Air zufrieden. Margret darf nun mit all ihren Batterien an Bord.
Nach
einer etwas umständlichen Einreisekontrolle, bei welcher die Beamten ständig
die jeweiligen Visa-Bestätigungen suchen müssen, begrüßt uns Dorji.
Dorji, Beates Ehemann, von Laya Tours und Treks wird uns in den kommenden
Tagen als Guide begleiten. Beate ist z. Z. mit einer Gruppe im Süden
Bhutans auf dem neu freigegebenen Nabji-Trek unterwegs, den wir in ein paar
Tagen ebenfalls erwandern wollen. Vorbei an der mächtigen im 15 Jahrhundert
erbauten Dzong (Klosterfestung) von Paro, deren Name Rinpung Dzong, übersetzt
„Festung des Juwelenhaufens“ lautet, fahren wir zum Hotel, welches am
Berghang liegt und eine großartigen Blick über das Tal gewährt.
Am Nachmittag starten wir zu einem Bummel durch die Geschäftsstraße von Paro. Obwohl diese städtische Siedlung erst 1985 mit dem Bau des Flughafens entstand, sind alle Häuser im traditionellen Stiel erbaut und liebevoll mit bunten Mustern bemalt. Beidseitig der schnurrgraden Straße laden die landestypischen Geschäfte, in denen die Einheimischen die wichtigsten Waren von Butter, Mehl und Zucker über Konserven bis zu Pfannen und Töpfen kaufen können, zur Besichtigung ein. Dazwischen befinden sich einige kleine Restaurants und Läden mit Handarbeiten. Wir lassen uns Zeit und genießen diese Atmosphäre, beobachten die Leute bei ihren Einkäufen. Es ist Herbst und auf fast jeder freien Platz hängen oder liegen die feuerroten Chilischoten zum Trocknen. Chili, eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Eine Spezialität ist ein feurig, scharfer Kartoffelauflauf mit Käse-Chili-Sauce, den wir während unseres Aufenthaltes in Bhutan des öfteren speisen werden. Blickt man die Einkaufsmeile nach Westen hinunter, beherrscht die majestätisch am Berghang liegende Dzong die Szene.
Unverhofft treffe ich am Abend im Hotel zwei unserer Kundinnen, deren erlebnisreiche Reise durch Bhutan zu Ende geht, die morgen noch das berühmte Tigernest besuchen und dann nach Kathmandu zurück fliegen werden.
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Wir verlassen Paro in Richtung Bhutans Hauptstadt Thimphu. Oberhalb des Flughafens, der von hier gesehen ideal in die Landschaft einer Modelleisenbahn passen würde, halten wir zur richtigen Zeit an. Kurz darauf dröhnen Triebwerke auf, nachdem der kleine Airbus am Ende der Piste in Startposition gegangen ist. Die Maschine beschleunigt, hebt ab, steigt steil nach oben und legt sich gleich darauf in eine Linkskurve und entschwindet unseren Blicken.
Völlig unerwartet beginnt es am Nachmittag zu regnen. Nach dem Besuch einer Papierfertigung, unterhalb unserem Hotel gelegen, neigt sich dieser Tag dem Ende zu. Unter uns erstrahlen die Lichter Thimphus.
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In
der Frühe sieht es noch regnerisch aus. Doch Dorji behält recht, dass es
spätestens um 9 Uhr sonnig wird. Zum zweiten Mal in diesem Jahr starte ich
zum lohnenswerten Ausflug nach Tago, dem oberhalb eines abgelegenen Tals in
2.800 m Höhe gelegenen Kloster. Nach Abschluss unserer Rundwanderung überqueren
wir die alte schindelbedeckte Holzbrücke und genießen das zünftige
Picknick am dafür vorgesehenen Platz.
Wieder zurück in Thimphu unternehmen wir eine kleine Stadtrundfahrt. Der Erinnerungs-Chörten, errichtet 1974 in Gedenken an den 1972 verstorbenen König Jigme Dorji Wangchuck, wird restauriert. Nur wenige ältere Leute umkreisen, ihre Gebetsmühlen drehend, die Baustelle. Für Margret und Hans, deren Vater Schreiner ist, ist die Besichtigung der Baustellen-Schreinerei von besonderem Interesse mit welchem handwerklichen Geschick die zur Renovierung benötigten Balken, Träger, Türen und Fenster gezimmert werden. Den abschließenden Besuch der Dzong von Thimphu erspare ich mir.
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Bis nach Trongsa steht uns eine recht Lange Fahrt bevor. Es verspricht ein sonniger Tag zu werden, als wir zum 3.050 m hohen Dochu La mit seinen 109 Chörten erreichen. Bei strahlend blauem Himmel erlebe ich diesen Ort erstmals ohne Schnee. Es bläst ein frischer, kalter Wind, der die unzähligen bunten Gebetsfahnen knattern lässt. Vor den heiligen Bergen Bhutans schwebt ein Wolkenband, so dass die 7.000er Terigang, Jejegangphgang, Masang Gang und schließlich der Gangkar, mit 7.497 m der höchste, sich nur kurzzeitig blicken lassen.
Weiter
geht die Reise hinunter ins Tal des Puna Tsang Chu. In nur 1.400 m Höhe
liegt Lobeysa. Hier gabelt die Straße gen Norden nach Punakha und gen Süden
nach Wangdue Phodrang.
Von
hier stehen uns noch 5 Stunden Fahrt über den 3.390 m hohen Pele La bevor.
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Bereits
um 7 Uhr brechen wir auf und erreichen gegen 9:30 Uhr unseren
Trekking-Ausgangspunkt am Fluss Mangde Chu. Dort erwartet uns bereits das
komplette Team. Beate ist gestern hier mit ihrer Gruppe angekommen, so dass
wir den Trek umgekehrt gehen werden. Unser Koch ist Goembo mit seinen beiden
Helfern Tashi und Pemba. Träger, Pferdeführer und der Wanderführer werden
von Einheimischen gestellt und wechseln von Dorf zu Dorf. Dorji hat seinen
traditionellen Anzug, den Gho, den er ansonsten als Guide immer tragen muss,
gegen zünftige Ooutdoor-Bekleidung gewechselt. Sobald auch unser persönliches
Trekkinggepäck „verladen“ ist, steigen wir zum rauschenden Mangde Chu
hinunter, den wir über eine schwankende Hängebrücke überqueren.
Mit Einbruch der Dunkelheit verabschieden sich unsere fleißigen einheimischen Helfer und Helferinnen. Als Willkommen-Geschenk überreicht man uns eine große Schale mit Bananen, Eiern und eine dicke braune Gurke (ähnlich unserer Schlangengurke). Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die bestellte Flasche Reisschnaps Marke „Hausbrand“ nachgeliefert wird. |
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Bevor wir uns auf den Weg nach Kudra machen, besuchen wir die Dorfschule. 54 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren werden hier von 4 Lehrkräften ganztägig betreut und unterrichtet. Ein Gong erklingt und die Kinder treten diszipliniert zum Frühstück an. Brav in Reih und Glied zur Essensausgabe und dann an den langen Frühstückbänken. Für Margret und Hans ist es die Gelegenheit, die mitgebrachten Buntstifte und Kugelschreiber an die Kinder zu verteilen. Unter Aufsicht des Lehrpersonals vollzieht sich dies ohne jegliches Gerangel. Anschließend gönnen wir uns etwas Zeit, um dem Morgengebet und dem Beginn des Unterrichts beizuwohnen. Da heute Samstag ist, wird nach dem Hissen der Nationalflagge, der Unterricht aus lockeren Frage- und Antwortspielen bestehen.
Die
Leitung hat der Wanderführer mit seinem Team übernommen, das gestern die
Amerikaner betreute. Durch hohe Kiefernwälder führt der Pfad zunächst
steil hinunter.
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35.
Tag - 21.10.2007
Erst
gegen 9 Uhr vermag es die Sonne den in den Bergen hängenden Morgennebel
aufzulösen. Zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns wahrlich im tiefsten
Urwald. Es grünt vom Boden bis hoch hinauf in die Wipfel der langstämmigen
Eichen. Zumindest ist es eine Eichenart, wie Dorji erklärt und an den
kleinen runden Früchten, den Eicheln beweist. Inmitten diese Garten Eden
gedeihen viele uns bekannte Früchte in wilder Form: Bananen, Limonen,
Feigen, Pflaumen, ebenso wilder Spinat.
E
Heute Morgen hätte ich vorsichtiger sein sollen. In der Wildnis lässt man keine Schuhe vor dem Zelt bzw. unter dem Vordach stehen. So manches Getier fühlt sich in einer solch warmen Höhle recht wohl. Es hätte ja sogar eine Schlange sein können! Jedenfalls vermute ich nach den ersten 100 Metern einen Stein im rechten Schuh. Nichts von dem, als ich diesen ausschütten will. Statt dessen hat irgend ein Insekt im Todeskampf drei mal kräftig in meinen Fuß gestochen. Diese Bisse entdecke ich erst, als wir einen tiefen Bach barfuss durchqueren müssen. Mein Fuß ist angeschwollen und ich hoffe, dass alles gut geht.
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36. Tag - 22.10.2007
Heute
dürfen wir etwas länger ausschlafen. An das Schlafen im Zelt habe ich mich
inzwischen gewöhnt. Mir fehlt eigentlich nur ein Kopfkissen. Als Ersatz
dient eine Plastiktüte mit der Ersatzwäsche, Kopf und Nacken müssen weich
gebettet sein. A
Den
Weg nach Korphu weist uns ein neuer Wanderführer aus Nabji. Die
Luftfeuchtigkeit ist recht hoch und wir sind froh, dass die Sonne nicht vom
Firmament brennt. Zunächst durch Buchweizen- dann durch Reisfelder, die
hier noch nicht abgeerntet sind, schlängelt sich der Pfad nach Überquerung
eines Baches aufwärts.
Ein Höhepunkt des heutigen Tages ist die Besichtigung des kleinen Tempels, in welchem Reliquien des großen buddhistischen Meisters Pema Lingpa aufbewahrt werden. Alte gebrauchte Masken und Trommeln zieren Decken und Wände. Ich bin gespannt, welche Trommel mir Beate beschafft hat.
Nach
dem Besuch der Dorfschule führt der Rückweg an der örtlichen
Krankenstation vorbei. Dies ist die Möglichkeit, meine Blasen am Fuß als
auch einen weiteren entzündeten Insektenstich am Zeigefinger meiner linken
Hand fachmedizinisch behandeln zu lassen.
Abends erhalten wir unerwarteten Besuch aus dem Dorf. Eine Gruppe junger Mädchen führt heimische Tänze mit Gesang vor. Die jungen Männer unseres Teams lassen sich nicht lange bitten und schließen sich dem Reigen an. Erst zu später Stunde klingt dieser gemütliche Heimatabend aus. |
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Tropf,
tropf, tropf meldet sich das Zeltdach. Tief hängen die Wolken über den
Regenwald bis ins Tal hinein. Trotzdem ist es angenehm warm. Kein Lüftchen
bewegt sich. Der feuchte Dschungel verschluckt uns in seinem ewigen Grün.
Zur
Mittagzeit spukt uns das grüne, nasse Ungeheuer sozusagen aus. Vor uns
erstrecken sich Reisfelder und die Sonne kommt zum Vorschein. Wenig später
erreichen wir den Ortseingang von Jangbi.
Am Hang eines stillgelegten Terrassenfeldes liegt oberhalb des beschaulichen Dorfes Jangbi der Campingplatz. Die Zelte sind bereits aufgebaut. Kurz darauf kann auch die Bierbar, bestehend aus einem Eimer mit kaltem Wasser und einigen Flaschen Bier, eröffnet werden. Nach dem Abendessen wird wie die Tage zuvor das Lagerfeuer entzündet. Nach und nach gesellt sich das ganze Dorf zu uns. Bis spät abends wird getanzt, gesungen, gefeiert. Bei dieser Gelegenheit stellt sich auch unsere Reiseleiterin für morgen vor, eine junge Frau im Alter von 20 Jahren wird die Führung der Abschlussetappe übernehmen.
Während wir Menschen müde werden und uns irgendwo, irgendwie zum Schlafen legen, drehen heute die Hunde durch, sie werden munter. Jeder Köter meint sein Revier verteidigen zu müssen. Aus allen Winkeln erschallt Knurren, Kläffen, Jaulen, Bellen, obwohl heute weder Voll- noch Neumond ist. Besonders nervt mich der „Werwolf“ auf dem Blechdach neben meinem Zelt, der seine Krallen auf dem Blech zu wetzen scheint. Am liebsten würde ich mir einen Knüppel schnappen und ihn erschlagen, auch mit dem Risiko irgendwann als Hund wieder geboren zu werden. Plötzlich sind die Machtverhältnisse geklärt. Unheimliche Stille, gute Nacht.
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…
und da liegen alle Hunde friedlich in der noch warmen Asche des gestrigen
Lagerfeuers beisammen. Zum Abschluss des Trekking erwartet uns wieder ein
sonniger und heißer Tag. Zunächst geht es einen recht steilen und
schmalen, vom gestrigen Regen teilweise noch glitschigen, Pfad hinunter. Oh
wie hasse ich diese Wege!
Zurück in Trongsa gilt als erstes: Ab unter die Dusche. Dann die letzten noch sauberen Sachen ausfindig machen und schon ruft das Abendessen.
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Gemütlich starten wir in den Tag. Erst gegen 9:30 Uhr begeben wir uns zur Dzong von Trongsa. Mit ihren verschachtelten Gebäuden, Wehrgängen und Innenhöfen ist sie immer wieder besuchenswert. Als wir eintreffen, verlässt bereits eine größere Gruppe nach nur 30 Minuten Besichtigungszeit (Öffnung ist um 9 Uhr) den Dzong und düst Richtung Bumthang. Wir lassen uns hingegen Zeit. Kehren noch einmal zum Hotel zurück wo Dorji kurzfristig eine Nudelsuppe für uns bestellt hat. Danach wird es höchste Eisenbahn endlich über den 3.400 m hohen Yotang La nach Bumthang zu starten.
In Jakar eingetroffen begeben wir uns sofort in die Innenstadt. Dort finde ich mit Hilfe unseres Fahrers im hinteren Teil eines landestypischen Shopping-Centers einen Barbier, der sich nach geduldigem Warten meines gut 10 Tage langen Bartes annimmt. Der junge Mann scheint schrecklich unter Zeitdruck zu stehen, keine Nachrasur wie sonst üblich. Dafür hat es aber auch nur 20 Rupien (ca. 40 Cent) gekostet.
Wenn man schon in Jakar weilt, ist es Pflicht, die Schweizer Alm zu besuchen. Ein guter Käse schmeckt zum Apfelbrand hervorragend.
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Klosterfest in Jambay. Da wurden vom Touristenbüro falsche Daten veröffentlicht. Das 3-tägige Fest hat nicht gestern begonnen, sondern beginnt erst heute Abend. So starten wir, wie alle die anderen wartenden Touristen mit der üblichen Besichtigungstour. Erstmals sind wir nicht allein. Zu Hunderten haben alle internationalen Veranstalter ihre Kunden hierher gekarrt. In gleicher Menge stehen dementsprechend Schuhpaare vor den Eingängen zum Tempel. Drinnen herrscht Gedrängel und ein Guide übertönt den anderen. Ich habe kein Problem damit auf diesen Rummel zu verzichten, da ich schon hier war. Meine Mitreisenden besichtigen zumindest das Wichtigste und alle sind wir froh, als wir weiter nach Osten in ein malerisch gelegenes Nonnenkloster flüchten.
Abseits
der Hauptstraße führt eine Schotterpiste in die Berge hinein. Man könnte
meinen, sich auf einer Forststraße durch dichte Kiefernwälder in den Alpen
auf dem Weg zu einer entlegenen Alm zu fahren. Dort oben auf einer einsamen
Anhöhe mit weitem Blick über grüne Berge und Wälder richten Nonnen, ihr
neues Kloster ein. Die etwa 50 jungen Mädchen im Alter zwischen 13 und 23
Jahren leben hier normalerweise für ein paar Jahre, lernen, wenden sich dem
Buddhismus zu und kehren schließlich wieder zu ihren Familien zurück.
Jetzt im Herbst erleben wir den Almabtrieb. Bevor der Schnee kommt, kehren Rinder, Schafe und Ziegen von den hoch gelegenen Sommerweiden zurück in geschützten Täler und Stallungen.
Am Abend startet dann die Touristenattraktion. Ein amerikanisches Filmteam ist auch zugegen. Also hinein ins Gewühle des internationalen Massentourismus mit blitzenden Kameras. Wer das größte Objektiv hat, gewinnt. Nein Danke, nicht noch einmal! Hinzu kommt noch, dass meine Lesebrille wahrscheinlich immer noch dort liegt.
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Schleunigst verlassen wir den Rummelplatz. Die Rückfahrt unterbrechen wir in Nangar, einen kleinen Örtchen am Wegesrand in dessen Kloster mit dem Namen „Weißer Affe“ heute ein Festival beginnen soll. Diese fängt jedoch frühestens gegen Mittag an. Zumindest erleben wir dort in aller Ruhe die Vorbereitungen. Bevor die Mönche zur morgendlichen Versammlung die Hörner blasen, haben wir die Möglichkeit den Tempel zu besichtigen. Anschließend beobachten wir den Aufbau der Verkaufsstände, die Ansprache des Bürgermeisters, die Anlieferung der ausgeliehenen Gewänder und Masken und die Zusammenkunft Mönche in der Versammlungshalle.
Unsere Reise geht wieder zurück bis wir am Abend im bekannten YT Guest House Hotel in Lobeysa Quartier beziehen.
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Bevor
wir mit der Besichtigung der Dzong von Wangdue beginnen, besuchen wir den
lokalen Sonntagmarkt. Es herrscht geschäftiges Treiben. Alle uns bekannten
Sorten von Obst und Gemüse werden feilgeboten.
Am Abend treffen wir wieder in Thimphu ein. Es verbleibt noch Zeit einen Bummel entlang der Hauptgeschäftsstraße zu machen. Leider in Thimphu mit seinen vielen indischen Gastarbeitern (Straßenbau) übervölkert und hat damit einiges von seinen Flair verloren. |
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43. Tag - 29.10.2007
Am Nachmittag treffen wir wieder in Paro ein. |
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Dorjis
Vorschlag, bereits um 7 Uhr zum Tiger-Nest (Taktsang) aufzubrechen, erweist
sich in zweifacher Hinsicht als richtig. An diesen herrlichen Sonnentag
steigen wir noch im Schatten der gewaltigen Felswand, an der das Kloster zu
kleben scheint, auf 3.050 m hinauf.
Jede schöne erlebnisreiche Reise geht einmal zu Ende. Margret und Hans haben das eine und andere Erinnerungsstück gekauft. Joachim sogar eine riesige Maske. Im Nachhinein bedauere ich ein wenig, das Bild der „Grünen Tara“ in Paro nicht gekauft zu haben. Zum Abschluss treffen wir uns alle zum gemütlichen Abendessen.
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45. Tag - 31.10.2007
Aufbruch
zum Flughafen. Hans-Joachim schleppt seine riesige Maske. Dorji unternimmt
alles im Rahmen seiner Möglichkeiten, dass die Maske als Handgepäck
aufgegeben werden kann. Wir stehen recht früh bei der Sicherheitskontrolle
an.
Am Flughafen warten nicht nur Govinda, sondern auch Gregor, der bereits gestern hier gelandet ist. Ich freue mich über seine Grüße von meiner Familie, den Kindern, Enkeln und dem Küsschen von Dorlis.
Unsere Kunden sind zum Abschluss der Reise zunächst gut im Hotel Annapurna, tags darauf wunschgemäß im Hyatt in Bodnath untergebracht. Für mich beginnen bereits morgen, gemeinsam mit Govinda, die Vorbereitungen für die nächste Tour in den fernen Westen Nepals nach Jumla und zum Rara See.
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Fortsetzung: |