Von den Tharus im Terai
zu den Sherpas im Khumbu

 oder
v
on Chitwan in den Sagarmatha Nationalpark

 

Lotosblüten Chitwan

Lumbini, Nepal

Tihar Lichterfest

Hängebrücke

Manisteine Everest

Ama Dablam mit Stupa

 

Reisebericht 08.10.05 – 04.11.05

 

 

© Klaus Töpfer
HIMATREK

Gelsenkirchen, November 2005
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1. Tag - 08.10.2005

Die doppelte von den USA verlangte Sicherheitskontrolle in Frankfurt mussten wir über uns ergehen lassen.  Wenn das so weiter geht dürfen wir zukünftig nur noch als Nudisten an Bord. Trotzdem hat man meine Schrauben in meinem im vergangenem Jahr operierten Zeh nicht entdeckt. Bequem sitzen wir nun nebeneinander in der letzten Reihe, Nr. 41, des A 300 und überfliegen die Türkei in gut 10.000 m Höhe.  Dorlis hat gerade die Wörtersuche in der Zeitschrift „Freizeitspaß“ beendet. 3 ½ h Flug liegen bereits hinter uns.

In welcher arabischen Märchenwelt werden wir wohl in kürze in Doha, eine der bedeutesten Städte in Oman, südlich der Arabischen Emirate gelegen,  zwischenlanden? Nach gut 7 h Flug ist unsere Enttäuschung groß, als wir auf einem Mini-Airport stranden. Die 4 Stunden Wartezeit verbringen wir zunächst in einem trostlosen „Fast Food“ -Restaurant und anschließend im überfüllten Wartesaal. Dort ergattern wir zumindest 2 bequeme Sessel und lassen uns die im Duty Free gekaufte Schokolade und die Fanta schmecken.


2. Tag - 09.10.2005

Die Zeiger der Uhr sind inzwischen auf 0 Uhr vorgerückt und wir sitzen eingequetscht in einem kleinem A 320, der bis zur letzten noch montierbaren Sitzreihe vollständig mit Nepalreisenden und Trekkern besetzt ist. Die Gepäckfächer sind zum Bersten gefüllt und die Klimaanlage schafft es ebenfalls nicht, der steigenden Temperatur in der Kabine Herr zu werden. An etwas festeren Schlaf ist in dieser Situation nicht zu denken. Irgendwie überstehen wir die 4 h Flug und landen pünktlich um 7 Uhr sicher in Kathmandu, wo uns der warme, morgendliche Sonnenschein Nepals begrüßt. Nun geht es wie immer zügig voran: Visa-Antrag anfüllen, 26 EUR Gebühr  bezahlen, Visum in den Reisepass eintragen lassen und das Gepäck vom Band holen. Prasanta, unser nepalischer Sohn, hat heute in der Frühe noch einige Ausrüstungsgegenstände nach Lukla schicken müssen und trifft somit  etwas später ein. Nach herzlichem Willkommen beziehen wir kurz darauf unser Zimmer im VAISHALI inmitten Thamels. Es ist gerade kurz nach 8 Uhr und die schweren eisernen Rollläden der Geschäfte werde quietschend nach oben gezogen. Für uns ist es die richtige Zeit für ein gemütliches Frühstück.

Die Müdigkeit des langen Fluges steckt noch in unseren Knochen, so dass wir uns noch einmal auf das Zimmer zu einem kurzen Nickerchen zurück ziehen, bevor wir zum ersten Rundgang durch Kathmandu aufbrechen. Kathmandu hat uns wieder und wir Kathmandu. So wie wir es kennen und lieben gelernt haben. Seit meinem letzten Besuch im Januar hat sich wieder einiges verändert und wie eh und je wird an vielen Ecken neu gebaut, zumindest renoviert. Erfreut stellen wir fest, dass wesentlich mehr Touristen die Straßen bevölkern, als in den zurückliegenden zwei Jahren. Unser kleiner Orientierungsrundgang endet zum Mittagsimbiss, wie schon so oft, im Delima Garden, der kleinen versteckten Oase, die ich 1998 mit Monika und Joachim entdeckte.

Verabredungsgemäß treffen wir uns um 13 Uhr mit Prasanta und unseren Kundinnen Pamela und Nathalie, die gestern ihre erlebnisreiche Tour durch Tibet  beendet haben. Gemeinsam werden wir in 3 Tagen nach Chitwan aufbrechen. Der Rest des Tages wird vertrödelt. Während Dorlis noch den vermissten Schlaf nachholt, begebe ich mich mit Prasanta ins neue Büro. Es liegt nun direkt nördlich von Thamel. Nur ein paar Minuten zu Fuß vom Touristenzentrum erreichbar und leichter zu finden, als der alte Standort zu welchem ich mich selbst einige Male im Gewirr der lokalen Strassen verlaufen habe. Govinda befindet sich noch mit einer amerikanischen Gruppe, der Chicago Gang, in Namche Bazar. Wegen des zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich schlechten Wetters, konnten einige Flüge nach und von Lukla nicht durchgeführt werden. So warten inzwischen einige 100 Trekker in Lukla als auch in Kathmandu auf ihre Flüge. Wie auch immer, Prasanta hat es vorgestern geschafft, unsere 12-köpfige Schwabengruppe im  ersten „early morning“ Flug nach Lukla unterzubringen.


3. Tag - 10.10.2005

Pünktlich um 09:30 stehen wir vor der verschlossenen Bürotür, an der uns ein Zettel informiert: „Mama, Papa, bin in ein paar Minuten zurück, Prasanta“. Kurz darauf sitzen wir bei Gingertea in Govindas Büro, als auch Ram, der Kulturwanderführer aus Balthali eintrifft. Ein paar Erinnerungen an unser Treffen im Januar d.J. werden ausgetauscht und wir diskutieren darüber, ob Dorlis nach ihrem geplanten Aufenthalt in Pokhara vor ihrem Rückflug dieser Region noch einen Besuch abstatten könnte.

Seit einigen Tagen ist das 14-tägige Dasein-Fest, auch als Durga Puja bekannt, im Gange. Es erinnert an den Sieg der Göttin Durga über die Kräfte des Bösen in Gestalt des Büffel-Dämons Mahssasura. In diesem Jahr fallen die Feiertage, zeitlich bestimmt durch den Mondkalender, äußerst spät. Somit haben wir die Gelegenheit in den kommenden Tagen an einigen Ereignissen teilzunehmen. Wir verabreden uns am Nachmittag, um auf dem Durbar Square vor dem alten Königspalast am heutigen Tag der Blumen vielleicht etwas von der königlichen Zeremonie erhaschen zu können. Zunächst schlendern wir jedoch von Thamel hinunter in die Basarstrassen mit ihren farbenprächtigen und duftenden Obst-, Gemüse- und Gewürzmärkten. Während der Feiertage herrscht dichtes Treiben, da zu den bevorstehenden Feierlichkeiten jede Familie noch die letzten Großeinkäufe zu tätigen hat. Auch wir lassen uns vom Kaufrausch anstecken und haben schließlich einige neue nepalische Hemden im Gepäck. Durch dichtes Gedränge führt uns Prasanta am Nachmittag zum Königplatz, der von Militär und Polizei hermetisch abgeriegelt ist. Das Königpaar ist bereits vorgefahren, aber außer den auf den Stufen der Pagoden ausharrenden Nepali gibt es nichts besonderes zu sehen. So flüchten wir auf Umwegen aus dem Gedränge und landen schließlich auf der Dachterrasse eines Restaurants mit Blick hinunter auf den Basantapur Square. Warten wir mal ab, was heute noch geschehen mag. Die Türme der Pagoden erleuchten bereits im abendlichen rot der untergehenden Sonne. In der Ferne wird die auf einem Hügel stehende Stupa von Swyambunath von den letzten Sonnenstrahlen angeleuchtet. Der leere Patz unter uns liegt bereits im dunklen Schatten, als ich mein erstes Dhaal Bhaat dieser Reise genieße und Dorlis sich ihrer Nudeln erfreut. Anschließend brechen wir auf und begeben uns auf die Suche nach einem Taxi. An der nächsten Straßenkreuzung werden wir gleich wieder aufgehalten. Der Konvoi mit der König und Königin rauscht vorbei. Das war es und alsbald sind wir wieder im Hotel. Hier findet sich auch meine vermisste Lesebrille, die ich schon einmal wieder als verloren gegangen abgehakt hatte.


4. Tag - 11.10.2005

Heute begeben wir uns auf den Weg zur Stupa von Bodnath. Mit dem Klang des immer noch aus allen Ecken ertönenden unsterblichen Mantra „Om Mane Peme Hum“ (Ehre sei Dir, Du Juwel in der Lotosblüte) begeben wir uns mit den gläubigen Tibetern um eine der größten Stupas der Welt herum. Unseren Rundgang beenden wir mit einigen Minuten der Andacht in der Sakyapa Gompa. Lauschen dem Gesang der Mönche, dem zeitweiligen Schlagen der Trommel und den Tönen der Trompeten. Anschließend steigen wir hinauf auf eines der Terrassendächer, wo man einen herrlichen Blick auf die Stupa hat.

Es ist bereits 15 Uhr als wir wieder im Büro eintreffen. Govinda ist zurück und verabschiedet gerade die „Gang of Chicago“, eine Gruppe Amerikaner, mit denen er innerhalb von nur 10 Tagen im Khumbu zum Trekking und in Chitwan war.  Endlich das lang ersehnte Wiedersehen mit unserem nepalischen Sohn, zumindest für Dorlis nach 2 Jahren. Da Govinda von der gerade beendeten Reise noch recht müde ist, verabreden wir nur kurz den Zeitplan für den morgigen Tag: Treffen mit der Familie zum Tag des Vijaya Dashami und anschließend Abfahrt nach Chitwan.

Zum Abendessen verschlägt es uns einmal mehr in den „Delima Garden“. Unverhofft tauchen dort auch unsere beiden morgen mit nach Chitwan reisenden Damen Nathalie und Pamela auf. Wie Frauen halt so sind, verrät Nathalia Dorlis ganz „vertraulich“, dass Pamela heute Geburtstag hat. Nachdem beide am Nebentisch Platz genommen haben, haben wir ein Problem! Nur einfach gratulieren? Etwas schenken? Was? Dorlis hat die zündende Idee. Auf den Dächern rund um uns herum blühen so viele rote Blumen. Daraus lässt sich doch ein Strauß herstellen. Gedacht, getan und der Kellner wird beauftragt. Schon turnt er auf dem Dach herum und alles wundert sich. So können wir Pamela noch mit einem Blumenstrauß zum Geburtstag überraschen und gratulieren.


5. Tag - 12.10.2005

Mit der üblichen nepalischen Verspätung von etwa einer halben Stunde werden wir vom Hotel abgeholt. Prasanta war bislang die rühmliche Ausnahme und immer wenigstens 5 Minuten vorher zugegen. Möglichweise hat seine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Kultur- und Wanderführer dazu beigetragen. Im erst teilweise fertig gestellten Haus Govindas hat sich bei unserem Eintreffen bereits ein Großteil der in Kathmandu lebenden Familienmitglieder versammelt. In der Küche bereitet Govinda für uns ein riesiges Frühstück vor und da ich spaßeshalber auch Tapati erwähnte, fehlen auch diese nicht. Nachdem wir gut gesättigt und der Rest der eingeladenen Verwandtschaft im Wohnzimmer Platz genommen hat, beginnen die Feierlichkeiten. Glückwünsche werden ausgetauscht, kleine Geschenke überreicht und die Eltern bringen auf der Stirn ihrer Kinder ein rotes Tika an, dessen Grundsubstanz aus im Tempel geweihtem Reis-Joghurtgemisch besteht.

Es geht bereits langsam auf die Mittagszeit zu, als wir nach einer fast nicht endenden Verabschiedung, in Richtung Chitwan aufbrechen. In einer rekordverdächtigen Fahrtzeit von lediglich 2 ½ Stunden und einer 1-stündigen Pause ("Dhaal Bhaat" für unseren Fahrer und Govinda, inzwischen in "Nepali Pizza" umbenannt), erreichen wir das Park Side Hotel in Sauraha, Chitwan. Dort nimmt uns Shiri herzlichst  in Empfang und wir werden, trotz Hochbetrieb (das Hotel ist mit uns nun endgültig ausgebucht), unverzüglich bei Mutti zum Willkommenessen eingeladen. Dort gebührt uns erneut die Ehrung zum Dasein Fest mit einem neuen Tika. Das von heute Morgen ist unter Einwirkung der Hitze und dem Fahrwind von der Stirn abgeblättert und die restlichen Spuren sind der Erfrischungsdusche zum Opfer gefallen.

Bei Temperaturen über 30 °C und totaler Windstille ist unser Appetit beim Empfangs-Dhaal Bhaat nicht allzu groß. Etwas Abkühlung erhoffen wir uns unten am Fluss, dem Elefanten-Beach. Im Schatten der Sonnenschirme und mit einem gut gekühlten Bier genießen wir hier am Ufer den Rest des Tages, bis die Sonne langsam am Horizont untergeht und die dunkelrot glühende Scheibe, das Wasser rosa glitzernd färbt.

6. Tag - 13.10.2005

Nach einer ruhigen Nacht, ohne störende Geräusche der defekten Geratoren im Hotel VAISHALI, werden wir von einem zarten rosablauen Morgenhimmel aus unseren Träumen erweckt. Einige Minuten später grüßen auch die im Morgenlicht erstrahlenden Gipfel des nur 120 km entfernten Himalaya-Hauptkamms den heutigen noch angenehm kühlen Tag.

Während unsere Kundinnen sehr zeitig zur Kanufahrt und anschließender Dschungelwanderung aufbrechen mussten, lassen wir uns noch einen guten deutschen Kaffee munden. Nachdem wir diese Tour bereits vor 2 Jahren unternommen haben, verzichten wir dieses mal auf Nashörner, Affen, Bären und andere gefährliche Tiere, wie Tiger und Schlangen. Im offenen Jeep brechen wir zu den "20.000 Seen" und den Krokodilen auf.  Wie verabredet, frühstücken wir erst eine Stunde später in einem kleinen lokalen Restaurant: Nepali Tea, Tapati und Omelett. Auf engen holprigen Pfaden durch Wald, Wiesen und entlang ruhiger Wasserläufe dringen wir immer tiefer in die Wildnis ein. Am trüben Wasser in der Sonne liegend, entdecken wir das erste Krokodil. Doch bevor die Kamera einsatzbereit ist, ist es untergetaucht. Die bis zu 6 m langen Sumpfkrokodile sind recht scheu. In Chitwan hausen 2 Arten. Eine lebt vorwiegend in den sumpfigen Gebieten und Seen. Die zweite, Gaviale mit langem dünnen Maul,  ausschließlich in den Flüssen. Diese sind harmlose Fischfresser. Die Krokodile standen kurz vor dem Aussterben. Inzwischen hat sich der Bestand durch gezielte Aufzucht wieder etwas erholt. Da viele Tiere mit den Flussläufen auch nach Indien auswandern, werden ständig, je nach Bedarf, in den Flüssen Nepals Jungtiere ausgesetzt.  Wir erreichen die Zuchtstation, wo ein paar Eltern ungestört für Nachwuchs sorgen. Gerade geschlüpfte, wenige cm groß bis zu über 1 m lange einjährige Jungtiere tummeln sich zwischen Abtauchen im Wasserbecken und trägem Faulenzen in der heißen Sonne in den verschiedenen gut gesicherten Aufzuchtsbereichen.

Auf der nächsten Etappe scheint uns die Wildnis ganz verschlucken zu wollen. Plötzlich stehen wir am Ufer eines lagunenhaften, fast vollständig mit blühendem Lotos zugewucherten See. Es reizt mich, näher an das verwachsene Ufer heran zu pirschen. Doch der Hinweis unseres Führers: Vorsicht Schlagen, löst bei mir einen gewaltigen Sprung zurück auf die wohl sichere Fahrbahn aus, auf deren anderen Seite ein gewaltiger Termitenhügel steht. Dieser erlebnisreiche Tag verrinnt mit weiteren Tierbeobachtungen und Einblicken in die teilweise urwäldliche Vegetation. Nach der notwendigen Dusche und Pflege meiner von der Sonne verbrannten Füße, auch diese sollte man eincremen, bleibt gerade noch Zeit genug die heutigen Eindrücke zu verarbeiten und zu Papier zu bringen. Mit Einbruch der Dunkelheit steht die Aufführung der  bekannten Stocktänze durch eine einheimische Folkloregruppe, den Tharus, auf dem Programm.


7. Tag - 14.10.2005

Heute ist Elefantentag und Babyboom in Chitwan. In der Elefantenzuchtstation erwarten uns über 10 kleine, süße Dickhäuter im Alter von 11 Tagen bis zu einigen Wochen. Während die noch ganz Kleinen eng unter der Mama Schutz suchen, tollen die Älteren, teilweise noch recht tollpatschig durch das Gelände. Sie wollen mit uns spielen und erwarten einen Keks. Die gewichtigen Elefantenkinder muss man einfach gern haben. Vorsicht ist lediglich in folgenden Fällen geboten: Nicht auf den Fuß treten lassen und sich nicht einem heranlaufenden Jumbo in den Weg stellen! Obwohl noch klein, ist er stärker und schwerer als du. Elefant „Namaste“, der uns vor 2 Jahren nach jeder Verbeugung eine Banane abverlangte, hat seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und dient nun als Paradeelefant bei der Armee.

Die Temperatur hat auch heute wieder recht früh die 30 °C-Marke überschritten.  Gegen Mittag treffen endlich die Elefanten mit ihren Meistern (Phanit) am Flussufer zum täglichen Bad ein. Dies ist auch für uns die Gelegenheit, gemeinsam mit den Dickhäutern ein Abkühlung zu nehmen. Nicht ganz so leicht ist es, auf den Rücken eines Jumbos hinauf zu steigen. Sitzt man dann erst einmal oben, kann man sich mehrerer 10-l-Duschen per Rüssel erfreuen, bis man schließlich sanft abgeworfen wird und ins Wasser plumpst.  Etwas abgekühlt, versuchen wir in kaum auffindbaren Schatten zu flüchten. Die heiße flirrende Luft steht still und selbst der große Deckenventilator auf der Terrasse vermag es nicht, etwas Linderung zu bringen.

Vom Gelände gegenüber unserem Hotel erschallt das blecherne Plappern eines Sprechers herüber. Eine Demonstration? Neugierig geworden, stehen wir kurz darauf auf einer Wiese, die im rechteckigen Format von Zuschauern eingezäunt ist. Innerhalb kämpfen 22 Mann um einen Ball, geleitet vom Schiedsrichter und 2 Linienrichter, die auf dem Spielfeld mitlaufen, denn die Außenlinien werden durch die Zuschauer markiert. Die Querlatten der Tore:  Eine ist stark nach unten gebogen, die andere nach oben. Na klar, das dort der Torwart der Gastmannschaft verzweifelt versucht, Tore zu verhindern. Anlässlich des Dasein-Festes steht, wie zu dieser Zeit auf fast allen freien Plätzen in Nepal, eine aus langen Bambusstangen konstruierte Schaukel. Mutig schwingen sich Kinder und Jugendliche auf dieser hoch hinauf der Abendsonne entgegen


8. Tag - 15.10.2005

Um der Hitze möglichst zu entgehen, brechen wir auch heute zeitig um 7 Uhr zur Fahrt nach Lumbini auf. Nach dem Abschied vom Team des „Park Side“ sind wir gut versorgt mit einem Lunchpaket  „on the road“. Erinnerungen an das Jahr 2003 werden wach, als „Töff Töff“ auf dem Weg nach Pokhara unterwegs die Puste ausging. Heute brummen wir durch, so dass wir bereits um 11 Uhr in Lumbini eintreffen. Das Lunchpaket tritt unangetastet seinen Rückweg mit unserem Fahrer an, der nun sehr gut versorgt ist.

Wir können uns des Eindruckes nicht verwehren, dass es hier am Geburtsort Buddhas noch um einige Grade heißer als in Chitwan ist. Nach kurzer Erfrischung und kleinem Imbiss trifft Dorlis die weise Entscheidung: Relaxen. Govinda und ich begeben uns hingegen auf Erkundungstour, um uns einen Überblick zu verschaffen. Welche Tempel sollen wir morgen im weitläufigen Park aufsuchen?

Die Sonne knallt erbarmungslos vom Firmament. Wir sind froh, dass entlang der Straße zum Parkeingang ein paar Bäume etwas Schatten spenden. Zielstrebig erreichen wir die alte Stätte. Die bunten Gebetsfahnen flattern träge in der Hitze und das heiße Lüftchen versucht die aufgedruckten Gebete Faden für Faden mit sich fortzunehmen. Selbst der Schatten des mächtige Baumes, unter welchem Buddha vor rund 2.500 Jahren seine Erkenntnisse erlangte und daraus die Verhaltensregeln und Tugenden entwickelte,  bringt keine Abkühlung. Nach einer Orientierung über die einzelnen Standorte der alten, neu erbauten und in Bau befindlichen Tempelanlagen begeben wir uns in das weiträumige Terrain. Entlang des Kanals der sich vom Friedensfeuer  bis zum Weltfriedensstupa erstreckt, suchen wir einige bereits im Jahre 2002 besuchte Tempel erneut auf. Nach Nepal folgt China mit seinem dicken, lachendem Buddha in der Eingangspforte. Vor 3 Jahren gerade aus Ton geformt, lacht er uns nun in bunten Farben an. In der Ferne erblicken wir einen neuen Tempel mit aufgesetzter Stupa. Ist dies der Deutsche, der vor 3 Jahren im Rohbau erstellt war? Ein paar 100 Meter weiter haben wir Gewissheit. Im damals bereits angelegten kleinem See, spiegelt sich ein wahrliches Schmuckstückchen. Eine architektonische Meisterleistung in welcher die buddhistische Kultur sehr gut umgesetzt wurde. Ebenso ist es eine Oase des Friedens und der Ruhe, von dessen Omen der gesamte Lumbini-Park erfüllt ist. Als die Sonne schließlich untergeht, starten wir zum Rückmarsch. Es ist etwas kühler geworden. Trotzdem lassen wir uns bequem mit der Rikscha zum Hotel fahren, wo Dorlis bereits auf uns wartet. Bis spät in die laue Nacht hinein, verbringen wir den Abend bei Kerzenschein auf der Terrasse.


9. Tag - 16.10.2005

Flüge von Lumbini nach Kathmandu werden oft kurzfristig mit einer Quote von bis zu 50 % storniert. Daher entschieden wir uns bereits gestern Abend, mit dem Auto nach Kathmandu zurück zu fahren, statt hier in Chitwan, möglicherweise noch stundenlang im Flughafen, hängen zu bleiben. Wenn alles so gut wie auf der Hinfahrt verläuft, können wir in 8 Stunden einschließlich Pausen in Kathmandu sein. Gleich nach dem Frühstück lassen wir uns von 2 Rikschas in den Park fahren. Ziel ist noch einmal der neue deutsche Tempel. Nach meinem Besuch in Bhutan und Thailand, bin ich besonders daran interessiert, die Tempel dieser Länder zu besichtigen. Bhutan hat gerade erst das Grundstück erworben und vom königlichen thailändischen Tempel sind wir total enttäuscht. Nur ein weißer „Gipsbau“ zwischen den übrigen farbenprächtigen Anlagen.

Kurz nach 10 Uhr entfliehen wir der drückendem Hitze im klimatisiertem und geräumigen Geländewagen. Die Kilometer rasen unter uns hinweg: Butwal, Chitwan, Mugling. Ein neuer Streckenrekord in weniger als 6 Stunden von Lumbini nach Kathmandu bahnt sich an. Nur noch 20 km bis nach Kathmandu und schon platzt dieser Traum. Unfall auf der Strecke über den letzten Pass hinauf. Wir stecken fest. Erst einmal bewegt sich gar nichts mehr.  Nach und nach kommen die Fahrzeuge mühselig in Bewegung. Es dauert, bis die ersten Fahrzeuge uns entgegen kommen. Was und wo passiert ist lässt sich nicht mehr ausmachen. Es ist bereits stockfinster als wir nach 20 Uhr im Hotel eintreffen. Hier hat Gregor aus Essen bereits Quartier bezogen. Da er anwesend ist, treffen wir uns noch zur Begrüßung in der Hotelbar.


10. Tag - 17.10.2005

Morgen werden sich Dorlis und meine Wege trennen. Während Dorlis nach Pokhara fliegen wird, um  dort am Phewasee mit Blick auf das Annapurna ein paar Tage zu entspannen, werde ich mit Gregor nach Lukla fliegen, unserem Ausgangpunkt zum Trekking durch das Khumbu. So vertrödeln wir diesen Tag mit Bummeln und ein paar kleineren Einkäufen.


11. Tag - 18.10.2005

Der Pilot manövidriert die Maschine auf die schmale Piste zu, drückt sie langsam hinunter und drosselt die Propeller. Ein letztes mal Maß nehmen. Durchstarten ist nicht möglich. Dann setzt das Flugzeug auf der steil ansteigenden Bahn auf und fast gleichzeitig erdröhnen die Motoren zum Gegenschub. Wir rollen noch ein paar 100 Meter weiter und sind sicher in Lukla in 2.580 m Höhe gelandet.

Nach Verlassen des kleinen Flughafens treffen wir Bimal wieder, unseren Träger, den Govinda bereits im Jahre 2001 engagierte, als wir mit dem Helikopter von Jiri kommend nach Namche wanderten. Drei Jahre liegt inzwischen meine letzte mehrtägige Trekkingtour (Ghorepani – Muktinath) zurück und so ist der kurze Weg nach Pakding die optimale Strecke zum warmlaufen. Auf bekanntem Wege geht es erst bergab, dann auf- und absteigend vorbei an Stupas, Manisteinen sowie fast überall flatternden Gebetsfahnen. Wäre da nicht die neue im Bau befindliche Hängebrücke, die uns zu einen mühsamen Umweg durch den Rhododendren-Wald  zwingt. Pünktlich zur Mittagszeit können wir trotzdem in der inzwischen erweiterten Kala Pattar Lodge Quartier in Phakding (2.610 m) beziehen. Am Nachmittag starten wir zu einer kleinen Akklimatisierungstour. Nach gut einer Stunde und einigen Höhenmetern stehen wir vor der Rimijung Ghompa. Pakding liegt tief unten im Tal bereits teilweise im Schatten. Hier oben treffen uns noch die letzten Sonnenstrahlen, die wir in dieser herrlichen Ruhe ausgiebig genießen.

Zurück in der Lodge herrscht Hochbetrieb. Eine lautstarke, durstige und hungrige 20-köpfige Gruppe aus Japan ist eingetroffen. Auch wir stillen unseren Appetit mir Rara-Suppe und einem Berg mit Käse und Tomaten überbackener Spaghetti.


12. Tag - 19.10.2005

Nachdem ich gestern die in Kathmandu neu gekauften Trekkingschuhe gut eingelaufen habe, wurde in der Nacht auch der neue Schlafsack eingeweiht. Ich habe prächtig ausgeschlafen. Nach dem Zähneputzen vor dem Haus, schmeckt der „Good Morning Tea“ in der Küche hervorragend.

Es dauert einige Zeit bis die morgendlichen Sonnenstrahlen den Talgrund erreichen und wir uns der Pullover entledigen können. Entlang des tosenden Dudh Khosi (Milchfluss) ziehen wir im ständigen auf und ab mit verschiedenen internationalen Touristenkarawanen weiter. Es scheint ,als wäre es Halbzeit während der Sommerferien. Die einen kommen, die anderen gehen und so bildet sich vor der einen oder anderen steileren Stelle oder Hängebrücke hin und wieder ein Stau. Manchmal sind Yaks oder Jokpas die Ursache, die als Tragetier, mittlerweile auch schon für Trekkers Gepäck eingesetzt werden.  Am Eingang zum Sagarmatha Nationalpark müssen wir uns als Besucher registrieren lassen und  erreichen pünktlich zum Lunch Jongsale. In diesem Ort legten Dorlis und ich im März 2001 auf dem Weg nach Namche eine zusätzliche Übernachtung ein. Uns hingegen stehen heute noch einige hundert Höhenmeter Aufstieg über steile Stufen und Kehren bevor. Glitschige Stufen führen hinauf zur farbenprächtig mit unzähligen im Winde flatternden Gebetsfahnen geschmückten Hillary-Brücke. Ich hoffe, dass sich mein Training daheim im AktiFit  heute bewähren wird. Die letzte Power ist schließlich dann doch fast verbraucht, als Namche Bazar (3.440 m) vor uns liegt. Vorbei an der kleinen Stupa führt der Weg noch einmal ansteigend zum neu erbauten NORLING Hotel. Erst einmal dort angekommen, stürzt man sich anschließend in das lustige und bunte Durcheinander vom Basaren, Geschäften und Restaurants. Nach dem Versand daheim lang ersehnter Emails geht es noch schnell zur Reinigung, um die Wäsche waschen zu lassen. In Namche ist (fast) alles möglich.

Inzwischen sitze ich hier in der warmen Gaststube mit einigen weiteren Trekkern beisammen. Frisch geduscht und selber glatt rasiert, nachdem der Barbier von Namche unverschämte 250 Rupien verlangte, warte ich nun darauf, dass die bestellten Pellkartoffeln mit Salz und Chili serviert werden. Nur hier in Nepal gedeihen diese kleinen aber bestens festkochenden und schmackhaftesten Knollen der Welt.


13. Tag - 20.10.2005

Nach einem 2-stündigen Akklimatisierungsrundgang machen wir es uns gemeinsam in der deutschen Bäckerei „Hermann“  bei Kaffe und Kuchen (warmer Apfelstrudel) gemütlich. Tief hängen die Wolken über Namche, hinter denen sowohl die Sonne als auch die umliegenden Gipfel seit heute Mittag verborgen sind. Es ist merklich kühler geworden und wir hoffen, dass wir zumindest vom Regen verschont bleiben. Govinda hat sich seinen Schalke-Schal umgelegt, den ich ihm im Januar geschenkt hatte. Sehr zum Leidwesen von Gregor, nachdem wir beide vereinbart hatten, nicht über BVB und S04 während unseres Urlaubs zu diskutieren. Inzwischen funktioniert die Telefonverbindung wieder und so weiß ich, dass Dorlis gut in Pokhara eingetroffen ist. Warten wir die weitere Entwicklung ab. Die Zeit verrinnt mit Faulenzen, Lesen und heißer Schokolade.


14. Tag - 21.10.2005

Wie erwartet, hat es in der Nacht kräftig geregnet. Noch hängen Wolken über Namche aus denen es zeitweise tröpfelt. Doch am Horizont zeigt sich ein blauer Streifen. Weiter abwarten oder gleich aufbrechen? Ich bin Optimist, Gregor ist wie er sagt Realist und glaubt, dass es heute weiterhin regnen wird. Da Govinda  optimistischer Realist ist, brechen wir nach dem Frühstück auf. Als wir den herrlichen Panoramaweg oberhalb von Namche erreichen, haben sich die Wolken bereits weitgehend aufgelöst. Wir sind von einem gigantischen Panorama eisstarrender 6000er Gipfel umringt. Hinter uns die 3 Zacken Nup, Kho und Shar, gegenüber bereits mit über 6.500 m Höhe Thamserku, Kangtega (mit Sahnehäubchen) und Malanouha. Magischer Blickfang ist aber die majestätisch vergletscherte Eisnadel des Ama Dablam. Von vorn blicken die beiden 8.000er Everest und Lhotse hinter den Wolken hervor. Wie es im Gebirge halt ist,  führt der Pilgerweg nach Tengboche in das tief eingeschnittene Tal hinunter nach Phunki. Wieder ist eine der vielen schwankenden mit Gebetsfahnen geschmückten Hängebrücken, dieses mal über den rauschenden Imja Kola, zu überqueren.  Danach erwarten uns über 600 m Gegenanstieg durch dichten Wald. Der Sonnenschein hat uns verlassen und ein paar Tropfen fallen am Nachmittag auf uns hinunter. Kurz darauf erreichen wir das Gelukpakloster in knapp 3.900 m Höhe und finden umgehend Unterschlupf in der dortigen Bäckerei.

Die Zimmer der Lodge sind hervorragend und die nach Norden ausgerichteten Fenster  werden hoffentlich morgen früh einen klaren Blick auf Everest & Co gewähren. Der Gastraum hingegen ist recht eng und dazu noch überfüllt. In der Mitte bullert ein fast glühender Kanonenofen und die Temperatur steigt am Abend in unerträgliche Bereiche. Da auch das Essen sehr zu Wünschen übrig lässt, verkriechen wir uns zeitig in die unbeheizten Kojen, obwohl schon jetzt die Außentemperatur nahe dem Gefrierpunkt liegt.


15. Tag - 22.10.2005

Der frühe Morgen begrüßt uns mit einem malerischen Sonnenaufgang. Urplötzlich werden die Spitzen der Gipfel vom gleißenden Sonnenlicht getroffen, welches dann stetig die vereisten und schroffen Felsen hinunter wandert. Hier unten, eingepfercht zwischen den einige tausend Meter höheren Gipfeln, dauert es noch eine Weile, bis uns das frische Morgenlicht erreicht. Nach dem Frühstück begeben wir uns zu einer kurzen Andacht in das Kloster und lassen das Murmeln der Mantras, das Aufklingen der Trompeten und dem dumpfen Klang der Trommeln auf uns einwirken. Inzwischen erstrahlen auch die vergoldeten Dächer der Klosteranlage im hellen Sonnenlicht, über denen sich Lhotse und Everest erheben, während Ama Dablam und Nuptse mit ihren eisigen Flanken das Panorama abrunden.

Es wird Zeit, aufzubrechen. Im ständigem bergab und bergauf gewinnen wir nur langsam an Höhe.  Gegen Mittag überschreiten wir die 4.000 m-Marke. Der Ama Dablam steht jetzt fast auf gleicher Höhe mit uns. Der Gipfel des Everest lugt nur noch knapp über die vor ihm aufragende steile Südwand zwischen Nuptse und Lhotse. Noch einmal legen wir uns kräftig ins Zeug, um das Tal des Imja Khola zu verlassen. Ein Moränensattel versperrt den direkten Weg in das Seitental des Chola Khola, an dessen Ufer auf 4.240 m Pheriche liegt. Hier werden wir für 2 Nächte zwecks Akklimatisierung in die Pumuri Lodge einziehen. Am Abend ist es an der Zeit den von daheim mitgebrachten Schinkenspeck anzuschneiden, den wir uns wieder mit frischen Pellkartoffeln schmecken lassen.

16. Tag - 23.10.2005

Die erste frostige Nacht liegt hinter uns. Das Wasser zum Waschen ist gefroren, so dass zur morgendlichen Katzenwäsche eine kleine Schüssel warmes Wasser ausreichen muss. Gregor und ich unternehmen einen Rundgang durch Pheriche und besuchen auch die dortige Krankenstation. Sehr lobenswert ist der Einsatz der Ärzte, die abends in den Lodges  Reisende zu Problemen mit der Höhenkrankheit befragen und hilfreiche Aufklärungsarbeit leisten. Zurück in der Lodge warten wir auf Govinda,  der heute früh um 5 Uhr eben mal schnell nach Lobuche aufgebrochen ist, um dort vorsorglich unser Quartier zu reservieren. Nach 5 Stunden trifft er gegen 10 Uhr mit  Bimal ein. Nachdem beide ihren Hunger gestillt und auch wir uns eine Kleinigkeit  zu Mittag einverleibt haben, bittet Govinda zum Akklimatisierungstraining. Es folgt ein zwar langsamer aber anstrengender, einiges Schwitzen und Schnaufen verursachender Aufstieg durchs Gelände, den südlichen Ausläufern des tibetischen Hochplateaus. Belohnt werden wir auf der Anhöhe, auf der eine kleine Stupa steht, mit einem wunderbaren erweiterten Panorama-Rundblick. Zu den bereits genannten Gipfeln gesellt sich u.a. noch der Pumi Ri und entlang des Tales des Imja Khola erheben sich die bekannten Trekker-Gipfel Chukhung Ri und Island Peak.


17. Tag - 24.10.2005

Am strahlend blauen Himmel ist kein einziges Wölkchen zu sehen. Die Sonne knallt ungehindert hinunter in das Tal. Die Farben braun und grau überwiegen und den Kontrast bildet das gleißende Weiß der uns umgebenden Gipfel.  Frühzeitig machen wir uns auf den Weg, denn bis Lobuche sind 700 Höhenmeter zu bewältigen. Entlang der in der Sonne glitzernden Gipfeln Taboche Peak und  Cholatse wandern wir flussaufwärts den Massiven von Lobuche East und West entgegen. Vor uns taucht auch der 7.165 m hohe Pumo Ri auf.  Eigentlich in recht gut akklimatisierter körperlicher Verfassung und Stimmung, scheinen heute an meinen Beinen Bleigewichte zu hängen. Der Anstieg nach Dughla (4.620 m) wird steiler. Irgendwann erreiche ich den Punkt um zu sagen: Es reicht, genug für heute. Nach kurzer Beratung entscheiden wir, gemeinsam nach Dingboche abzusteigen und auf Kala Pattar / EBC zu verzichten. Aufgrund der großen Anzahl von Trekkern, die z. Z. unterwegs sind wird es dort oben wahrscheinlich sehr eng und ggf. auch ungemütlich werden. Von Dughla steht uns noch eine lange Wanderung bis hinunter nach Dingboche auf 4.410 m bevor. Ohne psychischem Druck läuft es sich sofort viel leichter. Wie beim gestrigen Training erreichen wir wieder den Aussichtpunkt  mit der kleinen Stupa und den Gebetsfahnen. Dort steigen wir zur sehr komfortablen Family Lodge ab und beziehen ein großes im buddhistischen Stiel eingerichtetes Zimmer mit Toilette. Hinter der Küche finden wir auch eine warme Dusche vor. Körperpflege mit anschließender Rasur durch Govinda auf der sonnigen Terrasse ist angesagt. Von der gegenüberliegenden Talseite strotzt uns die fast überhängende Wand der Ama Dablam entgegen.

Nach dem Genuss eines kräftigen puren, frisch aufgebrühtem Ingwer-Tees fällt mir ein, das Dorlis heute wieder nach Hause fliegt:  Hallo Dorlis, leider besteht hier keinerlei Verbindung. Ich wünsche Dir heute Abend einen guten Flug zurück nach Gelsenkirchen.


18. Tag - 25.10.2005

Guten Morgen Dorlis. Sitzt Du noch in Doha herum oder bist Du bereits unterwegs nach Frankfurt? Wir begeben uns auf den Rückweg. Unser heutiges Ziel ist Pfortse. Dort werden wir nach einigen Tagen die Höhe von 4.000 m erstmals wieder knapp unterschreiten.

Nun kommen uns Trekkergruppen schwitzend und immer mal Pausen einlegend entgegen, während wir „leichten Fußes“ überwiegend abwärts marschieren. Bis zur Mittagzeit zeigt sich das Himalaya noch von seiner freundlichen Seite. Wir passieren den Taboche Peak (6.367 m), dessen Form etwas an den heiligen Berg der Tibeter, den Mt. Kailash erinnert und erreichen kurz darauf Pangboche. Urplötzlich ziehen von Süden her dichte Wolkenschwaden auf. Innerhalb weniger Minuten sind die Gipfel verhangen und kurz darauf stehen wir in der Waschküche. Die Temperatur stürzt unweigerlich auf Gefrierpunktnähe ab. Es ist höchste Zeit aufzubrechen, bevor es möglicherweise zu regnen oder gar zu schneien beginnt. Auf und ab windet sich der schmale Pfad am recht steilen Abhang entland, dessen Grund wir nur erahnen können. Der Weg scheint kein Ende nehmen zu wollen. Endlich folgen wir Govinda über einen Grashang abwärts und bald tauchen die ersten Häuser von Pfortse (3.810 m) aus den Nebelschwaden auf.

Im Gastzimmer der Namaste-Lodge erwärmen wir uns sogleich mit einem frisch aufgebrühten Kaffe. Zum Abend hin trifft eine größere Gruppe Franzosen ein. Leider ist eine Verständigung miteinander nicht möglich, da wir der französischen Sprache nicht mächtig sind.  Aus dem Radio erklingt Diskomusik und wir warten vergeblich darauf, dass mal etwas nepalische Musik erklingen würde. Statt dessen freuen sich die Kinder vor dem zu Bett gehen über Kindermusik. Obwohl nepalisch, kommt mir die Melodie recht bekannt vor.


19. Tag - 26.10.2005

Wieder einmal hat es In der Nacht kräftig geschüttet. Lässt uns das gute Wetter etwa in Stich? Im Morgengrauen sehen die Aussichten recht trübe aus. Wie auch immer sich das Wetter entwickelt, wir bleiben stets guter Laune und optimistisch. So schiebt die aufgehende Sonne die Wolkenschleier zumindest etwas beiseite, als wir uns auf den Rückweg nach Namche Bazar begeben. Die erste Etappe führt uns 200 Höhenmeter durch verfilzten Wald hinunter zum Dudh Khosi der von hier weit über Lukla hinaus nach Süden fließt. Es folgen, wie nicht anders zu erwarten,  400 m Aufstieg nach Mong La auf knapp 4.000 m Höhe. Während dessen beobachten uns die umliegenden Gipfel quasi durch die immer kurzzeitigen Wolkenlücken. Majestätisch blicken sie, wie über den Wolken schwebend, auf uns hinunter. Wir erreichen Mong La mit seiner fahnengeschmückten Stupa,  dem Geburtsort  eines der reinkarnisierten Lamas aus dem Rongbuk Kloster in Tibet. Das Wolkenschauspiel endet und die Landschaft  verfärbt sich in tristes grau und braun.

Wir folgen dem stetig abwärts verlaufenden Weg nach Sangsasa. Dort gabelt er sich nach Namche und nach Syangboche. Hier schließt sich der Kreis unserer Rundwanderung durch das Khumbu.  Das erst jetzt erblickte Hinweisschild „Cola, Fanta, Beer are availabe here“ lädt an gleicher Stelle wie auf dem Hinweg zur Mittagsrast ein. Nicht gänzlich unerwartet treffen zu fast gleicher Zeit Rudra (Govindas Schwager) und Karma (unser lang bewährter Koch) mit ihrer 12-köpfigen Schwabengruppe ein. Sie haben erfolgreich die große Khumbu-Runde mit Besteigung des Island Peak abgeschlossen. Dies ist natürlich ein Grund zum Feiern. Für mich auch ein persönliches Kennen lernen mit einigen unserer Kunden, die derzeit in Nepal „on trekk“ sind. Nach all den geführten Telefonaten und Korrespondenz zwecks Vorbereitung dieser Tour kann ich nun Ditmar, den Leiter und Organisator der Gruppe, begrüßen. Noch bis spät abends erklingen in Namche im NORLING Musik und Gesang, wobei der beliebte Trekking-Song „Resam Firiri“ keineswegs zu kurz kommt.


20. Tag - 27.10.2005

Der Duft von frischem Knoblauch dringt hinauf ins Zimmer. Es wird Zeit aus den Träumen zurück in die Gegenwart zu kommen. Seit heute Mittag hängen dichte Wolken über Namche. Gregor und Govinda finde ich in der Küche, wo eine kräftige mit Knoblauch gewürzte Linsensuppe auf dem Gaskocher brodelt.  Es ist bereits 17 Uhr und das Essen für die hungrigen Gäste wird vorbereitet.

In früher Morgenstunde, nahmen wir Abschied von den 12 Schwaben, Rudra, Karma und den Trägern, die heute noch bis nach Lukla marschieren werden.  Sonne und Wolken lieferten sich einen gewaltigen Kampf um die Vorherrschaft. Riesige Luftmassen waren in Bewegung, die ständig dicke Wolkenhaufen nach Namche hinein trieben. Die Sonne geriet im Laufe des Vormittags auf die Verliererstraße. Zumindest nutzten Govinda, Bimal und ich diese Zeit noch für einen längeren Spaziergang oberhalb Namches. Vorbei am Namche Kloster erhaschen wir noch einen Blick in Richtung Thame über dessen berühmten Kloster sich das Rollwaling erhebt.  Vorbei geht es am „Steinbruch“, wo fleißige Nepali Steine für den Hausbau in Namche aus dem Boden graben. Mit dem Hammer werden diese in schottergroße Stücke für den Beton zertrümmern oder in Steinbrocken passender Größen zerlegt. Mit einer Trage müssen die Steine hinunter zur Baustelle geschleppt werden. Schließlich findet Govinda noch den Weg zu den herrlichen Wandmalereien oberhalb des Klosters. Zu Mittag lädt wie schon zuvor die Bäckerei „Herrmann“ zu frischem Milchkaffee und Kuchen ein. Gut gesättigt bleibt danach nur noch die Alternative vor den grauen nass-kalten Wetter auf die Matratze zu flüchten.

Wieder wird der Gastraum am Abend durch typische Hüttenatmosphäre erfüllt. Eine Gruppe Italiener ist eingetroffen. Während gestern die Nepali die eindeutigen Sieger im Sängerwettstreit waren, sind es heute die Italiener. Noch zu später Stunde erschallt das „La Monta".


21. Tag - 28.10.2005

Da Italien gestern Abend als klarer Sieger des Liederwettbewerbs feststand, erstrahlt der heutige Himmel „azuro“. Das perfekte Wetter ist ideal für einen Ausflug hinauf zum berühmt, berüchtigten Everest View Hotel (3.850 m). Ein kurzer, aber steiler Weg führt uns direkt zur Landepiste, wo gerade ein Hubschrauber aufsetzt. Zum Glück gibt es hier noch keine Seilbahn und so werden die Touristen in noch überschaubaren Mengen hinauf gehievt. Für Notfälle, verursacht durch fehlende Höhenanpassung, stehen im nahe gelegenem Hotel Sauerstoffflaschen bereit. Wir folgen der Gruppe zum Hotel. Bereits etwas abseits dieses Trampelpfades genießen wir die Natur unter hohen Kiefern. Um uns erstreckt sich ein phantastisches Gebirgspanorama. Nicht nur Everest, Lhotse und Ama Dablam. Wir sind von gewaltigen Eisriesen umringt. Auf der Sonnenterasse des Hotels hingegen fehlen nur noch die Liegestühle für Sonnenhungrige. Man kann sich kaum des Eindrucks verwehren auf der Zuspitze oder auf einer anderen touristischen Aussichtsplattform zu stehen.  Die neuesten und besten Sonnenbrillen werden zur Schau getragen, das Everest-Bier fließt in Strömen, die Fotoapparate klicken und, und, oder man hat es gerade noch bis unter das rettende Sauerstoffzelt geschafft.

Wir flüchten von diesem Ort und wandern hinunter in das malerische in einem Talkessel liegende Syangboche. Dort versuchen zwei Maler die herrliche Landschaft auf Papier oder Leinen zu bannen. Bevor die Wolken wieder Überhand gewinnen, lädt eine kleine, gemütliche Lodge zur Rast ein. Vorbei an einigen Stupas und einem langen Band aufgereihter Manitafeln führt ein neuer, teilweise noch im Bau befindlicher Weg hinauf auf die Bergkuppe auf dessen Rückseite wir vorbei am Flughafen nach Namche absteigen.

Da es zu regnen begonnen hat, empfiehlt sich anschließend wieder mal ein kleines Nickerchen. Geplant für eine Stunde verlängert es sich automatisch nach jedem Blick hinaus in die trübe Wolkensuppe um eine weitere Stunde, bis es schließlich Abend ist und der Magen nach Arbeit ruft.


22. Tag - 29.10.2005

An jeden Samstag ist in Namche Bazar Markt. Bevor wir Namche verlassen, lohnt es sich den am Wege liegenden Markt zu besuchen. Im dichten Gedrängel zwängen und schieben wir uns irgendwie durch das Gewirr der Händler, die auf engstem Raum Waren aller Art feil bieten: Textilien, Haushaltswaren, Obst, Gemüse, Gewürze und alles was sonst das Herz der Einheimischen und der Touristen begehrt. Endlich befreit, geht es auf breitem Wege steil hinunter, den wir vor einigen Tagen, so wie die uns jetzt entgegen kommenden Wanderer; in Schweiß gebadet aufstiegen. Abwärts müssen wir das Tempo drosseln, um die Knie nicht mehr als nötig zu belasten.

In Monjo zweige ich kurz zur „Everest Summit Lodge“ ab. Dieses Superkomfort-Hotel scheint für Touristen das zu halten, was angepriesen wird. Aber bitte nur für ausländische, zahlungskräftige Touristen! Ein Hinweisschild in nepalischer Schrift, welches ein Tourist i.d.R. nicht lesen kann, verbietet unten am Eingangstor den Zutritt für Einheimische. Deshalb konnte Govinda nicht mitkommen. Kurz nach Mittag erreichen wir Pakding, wo die erste gut gekühlte Flasche „Everest-Bier“ in der gemütlichen einheimischen „Kala Pattar Lodge“ wartet.

23. Tag - 30.10.2005

Um 10:15 Uhr haben wir in rekordverdächtiger Zeit Lukla erreicht. Dank Govinda, der wie auch immer die Umbuchungen unser Flugtickets gemanagt hat, sitzen wir bereits um 13 Uhr im Flugzeug der Yeti Air und brummen Richtung Kathmandu. Hier herrscht in den Straßen Hochbetrieb, denn das 5-tägige Tihar-Festival hat begonnen und ganz Kathmandu scheint zwecks Einkäufe und Besuche auf Achse zu sein.  So benötigen wir einige Zeit bis zum Büro. Hier bin ich froh, als ich den von Dorlis zurück gelassenen Koffer öffne. Frische, saubere wohl geordnete Wäsche und Kleidung. Meine nur noch mit schmutziger Wäsche gefüllte Trekking-Tasche bleibt somit hier stehen, damit diese zur Reinigung gebracht werden kann.

Frisch geduscht, neu eingekleidet und gut gelaunt begeben Gregor und ich uns am frühen Nachmittag vom GANG YONG Hotel nach Thamel. Wegen des defekten Generator im VAISHALI, der besonders des Nachts unerträglich laut brummte, sind wir in das mir aus 2003 wohl bekannte GANG YONG umgesiedelt. Nachdem der Hunger im „Delima Garden“ gestillt ist (wir haben heute nur gefrühstückt und es ist bereits Nachmittag), starten wir zur Jagd auf Mitbringsel für die daheim Gebliebenen.


24. Tag - 31.10.2005

Den ganzen Tag hält mich der Büroalltag gefangen. Während Govinda und ich Hausaufgaben erledigen, die von 2 Zeitungsinterviews unterbrochen werden, hat sich Rudra Gregors angenommen und streift mit ihm durch Kathmandu.

Nach einem Anruf zu Hause, erfahre ich von Dorlis, dass sie gesund und munter wieder daheim angekommen ist und sie mir eine längere Nachricht geschrieben hat. Ob ich diese denn nicht im Koffer gefunden hätte? Nein, da war nichts! Wieder zurück im Hotel, durchsuche ich den Koffer noch einmal ganz gewissenhaft. Da ist ja der Brief. Durch den Transport ist dieser zwischen all die Utensilien gerutscht.

25. Tag - 01.11.2005

Eine Rasur ist längst überfällig. Govinda bringt mich vom Büro zum naheliegendem Barbier. Hier nimmt sich der Meister persönlich der Entfernung der Stoppeln und der anschließenden Gesichtsmassage an. Der weitere Tag ist ausgebucht. Zu Mittag treffen wir und Ram uns mit den gestern in Kathmandu gelandeten Berlinern und Dresdenern. Es ist ein Wiedersehen mit Eva und Dieter, die nun bereits zum zweiten Male nach Nepal gekommen sind und heuer ihre Bekannten mitgebracht haben.

Der Abend, des 3. Tages des Tihar-Festes gilt der Glücksgöttin Laskshami, die in jedes Haus / zu jeder Familie eingeladen wird.  So befindet sich vor fast jeder Haustür ein kleines auf dem Boden gemaltes Mandela in vielfältigsten Formen. In dessen Mitte flackert eine Kerze. Von dort führt der für Lakshami gezeichnete Weg durch die Haustür zum Hausaltar. Vorbei an diesen sehr liebevoll und recht kreativ gestalteten Lichtern eilen wir zur Verabschiedung unserer 12 erfolgreichen Schwaben.

26. Tag - 02.11.2005

Newar New Year 1126 in Bhagtapur. Der 4. Tag des Tihar ist auch gleichzeitig das Neujahrfest der Ureinwohner des Kathmandutals, den Newar. Während wir vor 2 Jahren in Kirtipur an den traditionellen Feierlichkeiten teilnehmen konnten,  feiern hier die Jugendlichen.  Ausgelassen johlend und musizierend fahren sie im Motorrad- und Autokorso durch die engen Gassen. Nach der sich immer wieder lohnenden Besichtigung Bhagtapurs nehmen wir den Rückweg nach Kathmandu über Changu Nayaran. Hier befindest sich der im 17. Jahrhundert wieder neu aufgebaute Tempel, der Wischnu und seiner Inkarnation als Narayan gewidmet ist. Während vor 2 Jahren die Bewohner sämtlich mit der Reisernte beschäftigt waren, ist es auf den Feldern heute anlässlich der Feiertage wie ausgestorben. Nur dort, wo der Reis auf größeren freien Flächen zum Trocknen ausliegt, sind die Frauen, wie auf dem Töpfermarkt in Bhagtapur, fleißig dabei die Ernte zu wenden und Spreu vom Korn zu entfernen.

Abends ziehen Kinder singend und tanzend durch die Straßen. Von Laden zu Laden und Restaurant zu Restaurant erbitten sie von den Inhabern eine „kleine Gabe“, vergleichbar mit unseren „Heiligen 3 Königen“.  So hat auch der 5. Tag des Tihar eine gewisse Ähnlichkeiten zu unseren Weihnachten.


27. Tag - 03.11.2005

Anlässlich des heutigen Tihar-Familientages lasse ich mich noch einmal gründlich rasieren und genieße dabei die 30-minütige Gesichtspflege. Bevor wir zur Mittagszeit von Govinda nach Hause abgeholt werden, bummeln Gregor und ich noch einmal durch Kathmandu. Auch hier schließen nach und nach die Geschäfte und Restaurants. Thamel ist wie leer gefegt,  als wir zu Govinda zum Familientreffen aufbrechen. Die Großfamilie ist bereits versammelt und wir beginnen mit einem gemeinsamen Essen, welches dieses Mal aus verschieden Kreationen leckeren Gebäcks und verschiedener Süßigkeiten, Obst und frischem Joghurt besteht. Anschließend beginnen die Feierlichkeiten, die Bemalung der Stirn mit dem 7- oder 9-farbigen Tika. Dabei erfolgt die Übergabe kleinerer (Geld-) Geschenke der Eltern an die Kinder und der älteren Geschwister untereinander.

Kein nepalischer Feiertag ist ohne Glückspiel denkbar. Wir begeben uns nach draußen vor die Tür und machen es uns auf ein paar Decken bequem. Karten werden gemischt. Kurz werde ich in die Regeln des Kartenspieles „17“ unterwiesen (es ähnelt unserem 17 + 4) und wir beginnen zu zocken. Einige 5-Rupienscheine wechseln in der folgenden Stunde ihre Besitzer.  Zum Abschluss folgen Musik und Tanz im Wohnzimmer. Nach und nach treffen, durch die Musik angelockt, alle Kinder wieder ein, die nun ihr im Kindergarten und in der Schule erworbenes Können beweisen.

Es wird bereits dunkel und somit  Zeit, von der Familie Abschied zu nehmen. Wie all die meisten Jahre zuvor, sitze ich später mit der HIMATREK-Familie  (Govinda, Prasanta, Rudra und Dhurbar) zum gemütlichen Abschiedsessen beisammen. Zu später Stunde heißt es dann endgültig „Ade“ bis zum kommenden Jahr zu sagen.

28. Tag - 04.11.2005

Ich sitze bereits im Flugzeug auf dem Weg zurück in die Heimat. Pünktlich startete die QATAR von Kathmandu in Richtung Doha. Gregor trat etwas später seinen Rückflug mit der GULF an. Pünktlich treffe ich in Frankfurt ein und um 21 Uhr bin ich bereits mit Dorlis im Wohnzimmer und wir tauschen unsere Erlebnisse aus. So unvorstellbar schnell vergeht die Zeit aber

... in gut 5 Monaten geht es wieder ins Himalaya und
... dort wartet ungeduldig der Mt. Kailash auf ein neues Abenteuer!