Ein buntes Kaleidoskop
Nepal 2015

 

- Festivals Shiva Rati und Holi
- Sightseeing im Kathmandutal
- Neues aus dem des Chitwan-Nationalpark
- Erlebnisse in und um Pokhara
- Trekking im südlichem Annapurna und endlich um den Manaslu

 

 

 

Reisebericht 14.02. - 03.05.2015

 

Shiva Rati, Saddhu in Pashupatinath Stupa von Bodnath - Buddhas Eyes Puja zum Lhosar, Gebetshalle in Bodnath, Kathmandu, Nepal
Langboot auf dem Rapti, Chitwan, Nepal Frühlingsfest Holi in Kathmandu Phewa See in Pokhara, Nepal
Gurung Dorf - Homestay Trekking im Annapurna Stupa von Swyambunath, Kathmandu Abbey Road in Thamel, Kathmandu

 

Vorwort

 

Das neue Jahr beginnt und damit auch die Saison in Nepal. Ich starte dieses Mal rechtzeitig um einmal wieder den Tag Shivas in Pashupatinath zu erleben. Anfang März folgt dann die Farb- und Wasserschlacht des Frühlingsfestes Holi. Wie immer habe ich einige Ausflüge und Trekking-Touren geplant. So möchte ich heuer nun endlich die Umrundung des Manaslu schaffen, die ich vor 4 Jahren wetterbedingt aufgeben musste. Auch das südliche Annapurna lockt. Was gibt es Neues auf dem Gurung Trail und im Mardi Himal. Wie lässt sich der Trek durchs Mardi Himal mit dem Annapurna Sanctuary Trek optimal verbinden?

 

Die Trekking-Touren sind - wie bisher - als separate Berichte verfasst und an den entsprechenden Tagen (Stellen) verlinkt.

 

 

 

© Klaus Töpfer

HIMATREK

Gelsenkirchen, Juni 2015

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Mit Turkish Airline nach Kathmandu01. + 2. Tag - 14./15.02.2015

 

Nachdem mich in Düsseldorf ein Ganzkörperscanner durchleuchtet, mein Reisepass elektronisch erfasst und ich in einer Schleuse, nachdem ich meine Kappe vom Haupt genommen hatte, im Blitzgewitter identifiziert wurde, durfte ich die Reise nach Kathmandu antreten. Pünktlich hebt der Airbus in Düsseldorf nach Istanbul ab. Nach 1 1/2-stündigem Aufenthalt geht es weiter. Mit Sonnenaufgang setzt die Maschine der Turkish Airline im Tribhuvan Airport, Kathmandu auf.

 

Erstmals habe ich den Visa-Antrag vorab elektronisch beim „Department of Immigration“ online beantragt. Damit erspare ich mir das Ausfüllen des Antrages im Flughafen und das Passfoto. Mit dem zu Hause ausgedruckten Online-Formular geht es dann wie üblich weiter. Nachdem die Visagebühr entrichtet ist, bin ich der Zweite am Schalter für das 90-Tage-Visum. Unten an der Gepäckausgabe eingetroffen, läuft das Band und spuckt Koffer für Koffer aus. Ein Haufen ist bereits zur Seite geräumt und unter diesen entdecke ich meinen Rolli als auch die Himatrek-Tasche. Das ging heute superschnell.

 

Srijane, Krishna und Sunkalpa, Sitapaila, KathmanduEbenso fix sind Krishna und ich in Sitapaila, wo seine Frau Srijana das bestelle Frühstück zubereitet hat: Chapati mit Masala Omelett und ein Banana-Chapati, Dazu der große Pott Milchkaffee. Anschließend beziehe ich mein Zimmer. Mitbringsel von daheim werden überreicht und der fast 2-jährige Sunkalpa erfreut sich der neuen Autos. Letztendlich holt mich die Müdigkeit ein. Ein Nickerchen ist von Nöten.

 

Es ist bereits nachmittags als Krishna und ich uns nach Thamel begeben. Während Krishna unseren Gast Wolff vom Flughafen abholt, unternehme ich meinen üblichen „Start-up“-Rundgang durch das Touristenviertel und den lokalen Märkte zum Dhurbar Square.

 

3. Tag - 16.02.2015

 

Früh morgens gilt es unseren gerade mit Turkish Airline eingetroffenen Gast Gerd im Hotel Samsara willkommen zu heißen. Anschließend starte ich mit Wolff zur kleinen Besichtigungstour. Ziel ist der Buddha-Park. Gewaltig erheben sich dort die 20 m hohe Buddha Statue mit Swyambunath, KathmanduAvalokiteshvara zu seiner Linken und Padmasambhava, mehr bekannt als Guru Ringpoche zu seiner Rechten. Entlang der Mauer mit unzähligen Gebetsmühlen, Chörten und Gebetsfahnen begeben wir zur steilen Treppe, die zur  Stupa von Swyambunath führt.

(weitere Einzelheiten zu Syambunath siehe Reisebericht. vom Herbst 2014, 7. Tag

 

Lokaler Markt, KahtmanduMit den lokalen Bussen fahren wir zurück nach Thamel. Der nachmittägliche Rundgang führt durch die lokalen Märkte und Geschäfte, wo es alles, von Haushaltswaren, Bekleidung bis hin zu Obst und Gemüse für die Bevölkerung der Millionen-Metropole Kathmandu zu kaufen gibt. Wie gewöhnlich, treffen Krischna und ich uns mit unseren Gästen zum gemeinsamen Abendessen. Der Delima Garden hat einen neuen Besitzer und ist wieder empfehlenswert. Zur späten Stunde schwinge ich mich mutig auf Krishnas Motorrad. Geschwind sind wir zurück in Sitapaila.

 

4. Tag - 17.02.2015

 

Zufällig finden heute zwei bedeutende Feste gleichzeitig statt. Das tibetisch-buddhistische Neujahr (Lhosar), welches in Kathmandu von hier lebenden Tibetern und der ethnischen Gruppe der Sherpa gefeiert wird. Shiva Rati, der Tag Shivas, das höchste Fest aller Hindus in Pashupatinath. Ram Hari, der im Herbst auf der 3-wöchigen Khumbu-Tour mit mir als Guide unterwegs war, wird Gerd, Wolff und mich begleiten.

 

Stupa von Bodnath, Buddhas EysWir beginnen in Bodnath, dem buddhistischem Zentrum mit der großen Stupa. Gebetsmühlen drehend, Mantras murmelnd umrunden Buddhisten die Stupa. Jede Runde, Kora genannt, verbessert das Karma und damit die Möglichkeit dem Leid des Lebens nach dem Tode zu entrinnen. In dPuja in Bodnathen umliegenden Klöstern findet in den Gebetshallen die morgendliche Puja statt. Dumpf dröhnen Trommeln im Takt der im Sprechgesang gelesenen buddhistischen Lehren. Zwischendurch erschallen die Tröten. Klosterschüler, Novizen, flitzen umher und versorgen die betenden Mönche mit Buttertee. Eine friedliche, harmonische Atmosphäre schwingt durch den Raum. Sie lädt zwangsläufig zum entspannen, zur Meditation, …  ein.

 

Die Sonne brennt vom wolkenlosen Firmament, als wir uns auf eines der Terrassen-Restaurants zum kleinen Mittagsimbiss begeben. Von Bodnath ist es lediglich ein kurzer Fußweg zum hinteren Eingang von Pashupatinath.

zur Bildershow ShivaratiShiva Rati, Pashupaninath

 

Ich hatte gedacht, dass sich von dieser Seite, dem nördlichen Eingang am Guyeshvari Mandir, nicht so viele Menschen drängen würden. Irrtum, also zwängen wir uns nach Entrichtung des Eintritts in Höhe von 1.000 Rupien (ca. 9 EUR) mit den Menschenmassen den Hügel zum Gorakhnath Tempel hinauf. Zu Shivas Geburtstag und seiner Hochzeit mit Pavati reisen auch Tausende von weither aus Nepal und Indien an, um Shiva zu huldigen. Viele Saddhus haben zu diesem Fest lange Wanderungen unternommen, die hier oben ihre Späße und Spiele treiben, sich mit Asche bestäuben und schier unmögliche Yoga-Übungen vollbringen. An diesem Tag sind ausnahmsweise Drogen erlaubt. Wer das Gedränge nicht scheut, erlebt ein farbenprächtiges und friedliches Fest.

 

 

Saddhu in Pashupatinath Geldspenden für die Saddhus Erscheinungsform Shivas

 

Schließlich gelingt es uns, zum heiligen Fluss Bagmati mit seinen Verbrennungsplätzen herab zu steigen. Leider ist es heute unmöglich zum Eingang des Shiva Tempels zu gelangen. Bagmati, Shiva-Trempel, PashupatinathDer Weg ist versperrt. In geordneten langen Reihen, die sich von der Straße über 4er, 3er, 2er und schließlich zur Einerreihe verjüngt, warten tausende Gläubige diszipliniert und froh gelaunt, um stundenlang, Schritt für Schritt zum Heiligtum zu gelangen.

 

Die Hauptstraße zum Flughafen ist gesperrt und gleicht einem Rummelplatz mit bunten Verkaufständen. Die hier noch geduldig anstehenden Menschen, werden erst in den späten Abendstunden den Tempel erreichen. Die Füße qualmen, als wir endlich in einer entlegenen Seitenstraße ein Taxi erwischen, welches uns nach Thamel zurück befördert.

 

5. Tag - 18.02.2015

 

Sonnenschein. Der Frühstückstisch ist auf der Terrasse gedeckt. Bis zur Abfahrt nach Chitwan bleibt mir genügend Zeit für eine gründliche Rasur beim Barbier. Gerd fliegt heute nach Pokhara und startet von dort mit unserem langjährigen Guide Dipendra zum Khopra Danda Trek. Als das Auto mit Wolff an Bord eintrifft düsen wir gen Süden. Tiger Camp, ChitwanAus dem Kathmandutal hinauf zum Pass ist es zu dunstig, um einen Blick auf das Ganesh Himal und den Manaslu zu erhaschen. Der zwischenzeitlich ausgebaute Highway Kathmandu-Pokhara führt hinunter in das Tal des Trisuli. Nach einer kleinen Mittagsrast zweigt unser Chauffeur in Mugling nach Chitwan ab. In etwa 5 Stunden Fahrtzeit ist in Sauraha im Tiger Camp, direkt am Rapti Fluss gelegen, Endstation.

 

Sonnenuntergang am Papti River, Sauraha, ChitwanBis die Sonne langsam versinkt, verbringt man ein gemütliches Stündchen an der Uferpromenade. Anschließend wird es Zeit zum Abendessen. Erstmals ordere ich das nepalische Nationalgericht Dhaal Bhaat. Eben mal kurz ins Zimmer und da hat Wolff mir schon das servierte Essen weggeschnappt. Er wollte doch Hähnchen vom Grill bestellen, aber der köstliche Duft hat ihn wohl verführt. Letztendlich alles „Null Problemo“. Mein Dhaal Bhaat wird nachgeliefert und Wolff muss eine Runde spendieren.

 

6. Tag - 19.02.2015

 

Für mich sind feste Zeiten normalerweise ungewohnt: 7:00 Frühstück, 7:30 Beginn des Parkprogramms. Auch zu dieser frühen Stunde schafft es Wolff mir meine Spiegeleier zu klauen, die wohl leckerer aussehen als sein bestelltes Rührei mit welchem ich aus Zeitmangel Vorlieb nehmen muss. Werde mich bei passender Gelegenheit rächen!

 

Bootsfahrt auf dem Rapti, ChitwanDas morgendliche Programm nimmt seinen Lauf. Im schmalen Langboot treiben wir mit 4 weiteren Gästen den Rapti flussabwärts. Was ich in Chitwan noch nie erlebt habe, es beginnt zu regnen. Zum Glück ist es warm und der Schauer endet nach einer Stunde als das Boot am Ufer anlegt. Nun beginnt die Wanderung durch den Park zur Elefanten-Zuchtstation. Gab es auf dem Fluss lediglich ein paar Enten und andere Wasservögel zu beobachten, so kreuzen nun Rehe, Hirsche und Wildschweine unseren Weg.

Elefanten-Zuchtstation, Chitwan

Ich bin erschüttert, als wir uns der Zuchtstation nähern. Gewaltiger Touristenrummel im Vergleich zu meinen Besuchen ein paar Jahre zuvor. Früher liefen die Babys frei herum. Jungtiere durfte man über eine einfache Absperrung mit Bananen füttern. Jetzt sind sie angekettet. Aus Sicherheitsgründen? Jedenfalls findet hier noch kein Zirkus, wie z.B. in Thailand statt. Musste damals ein Zufluss zum Rapti per Boot überquert werden, so geht es nun über einen etwas wackeligen Steg zu den dort wartenden Jeeps.

 

Langboot auf dem Rapti, ChitwanAuf zur Jeep Safari. Hinüber zum inneren Park kommt man nur per Langboot. Dort warten die Fahrzeuge. Waren es vor etwa 5 Jahren 4 oder 5 Jeeps mit jeweils 6 Plätzen für die Gäste, so schätze ich die Anzahl heute auf etwa 30, die umgebaut 10 Gästen Platz bieten. Vorsorglich starten nicht alle gleichzeitig sondern brummen im 5-Minuten Abstand durch den Park. Jeep SafariSo ist es nicht verwunderlich, dass ein Großteil der Tiere von dieser Autobahn geflüchtet sind und Zuflucht jenseits der Grenze, also in Indien, gesucht haben. Rotwild, ein paar Vögel, ein Pfau in weiter Ferne und das war es eigentlich schon, was auf dieser massentouristischen Safari geboten wurde. Neuerdings wird sogar Eintritt zum Besuch der Krokodil-Zuchtstation erhoben, worauf wir gerne verzichten. Zurück in Sauraha stellt sich die Frage, ist das Krokodil auf der Sandbank eine Attrappe aus Plastik oder echt? Seit unserer Ankunft liegt es dort in gleicher Position.

 

7. Tag - 20.02.2015

 

Wo bleibt Wolff? Um 08:30 ist die Weiterfahrt nach Pokhara geplant. Der Arme hat sich gestern Abend am Spagetti Bolognese den Magen verdorben und hütet nach überlebter Nacht noch das Bett. Kurzum, die Fahrt nach Pokhara wird auf mittags verschoben, so dass wir erst kurz nach 16 Uhr im Lake View Resort am Phewa See eintreffen. Die Berge sind wolkenverhangen und es zieht ein Gewitter auf. Je nach Lage der Dinge, werden wir morgen über das Programm der weiteren 2 Tage entscheiden.

 

Varhar Tempel, Phewa See, Pokhara8. Tag - 21.02.2015

 

Die Sonne vermag des kaum, die dichte Wolkendecke zu durchdringen. Wie geplant zum Australien Camp aufzubrechen und dort vor einer Wolkenwand zu stehen, ist keine gute Idee. Wir disponieren um. Heute ist Samstag, Nepals „sonntäglicher“ Wochentag. Es lohnt einen Ausflug mit den Einheimischen und Ausflüglern zur Insel mit dem Vishnu geweihtem Vahara Tempel zu unternehmen. Nach der Opfergabe wird dort musiziert, getanzt, gefeiert.

 

Peace Pagode, PokharaEin weiteres familiäres Ausflugziel ist Peace Pagode auf der südlichen Anhöhe. Inzwischen ist es sonnig und warm geworden. Doch die Berge sind weiterhin in dichte Wolken gehüllt. Mit dem Boot lassen wir uns hinüber rundern und folgen den etwa einstündigen Weg hinauf. Waren uns im Herbst vergangenen Jahres ein phantastischer Rundblick von Dhaulagiri über Annapurna Range bis zum Manaslu gegönnt, so bleibt heute nur die Sicht auf den blau schillernden Phewa See.

 

HochzeitAuf der Rückseite steigen wir ab und nehmen den lokalen Bus, der uns bis zur Abzweigung zur Lakesite bringt. Die letzten Meter zum Hotel legen wir zu Fuß zurück und haben unverhofftes Glück. Vom neu angelegten Park mit Shiva-Tempel erschallt Musik. Vor der Eingangspforte steht ein geschmücktes Hochzeitsauto. Zwei Hochzeitfeiern finden dort statt. Während Braut und Bräutigam mit dem Priester ihre Vermählung zelebrieren, vergnügen sich die Gäste bei Musik und Tanz. So endet auch ohne Gebirgspanorama ein erlebnisreicher Tag.

 

Lakesite, Pokhara9. Tag - 22.02.2015

 

Ein sonniger Tag beginnt, aber die Berge bleiben weiterhin unsichtbar. Aufgrund dessen, entscheidet Wolff, bereits heute nach Kathmandu zurück zu kehren. In 2 Tagen wird er mit seiner morgen eintreffenden Bekannten nach Bhutan fliegen. Ich genieße einen geruhsamen Tag. Gegen Mittag lassen sich für kurze Zeit Annapurna South und der Machhapuchare blicken.

 

Entlang der Seepromenade geht der Bauboom weiter. Neue mehrgeschossige Hotelneubauten schießen in den Himmel. Mehr und mehr Touristen aus Asien, wie Süd Korea, Japan und sogar China sind anzutreffen. Die Restaurants stellen sich auf die Küche der Touristen ein. Pizza, Burger & Co, da ein koreanisches, dort ein chinesisches Restaurant. Sogar deutsche Bratwurst mit Sauerkraut ist erhältlich. Landestypische nepalische Speisen findet man nur noch spärlich. So gehe ich in eines der lokalen Restaurants in eine der Seitenstraßen und lasse mir das herzhaft leckere Dhaal Bhaat schmecken.

 

Lake View Resort, Pokhara10. Tag - 23.02.2015

 

Sanje, unser langjähriger Koch, der mit mir allein schon öfter als Porter-Guide auf Tour war, trifft verabredungsgemäß gegen 15 Uhr ein. Morgen wollen wir zum 5-tägigen Gurung Homestay-Trek aufbrechen. Neun Jahre sind vergangen als ich diese Tour erstmal unternahm. Da hat sich sicherlich vieles geändert.

 

11. Tag - 24.02.2015

 

Am Busbahnhof in Pokhara warten Sanje und ich auf den lokalen Bus, der uns nach Thumsikot bringen soll. Pünktlich um 8 Uhr trifft er ein, aber rappelvoll. Außer meinem Tagesrucksack ist unser Gepäck geschwind auf dem Dach verstaut. Hinein, irgendwie bekommt man noch einen Platz. Schließlich kann ich mich, eingezwängt zwischen den anderen Mitreisenden, auf das Reserverad hocken. Sanje steht irgendwo mitten im Gang. Das Gefährt rumpelt los. An jeder Haltestelle kommen noch ein paar Passagiere hinzu. Sanje flüchte mit einigen weiteren Nepali auf das Dach. lokaler BusNeben mir gackern 3 Hühner, die aus Plastiktüten heraus schauen. Es ist ihr letzter Gang. Endstation Tempel und die Armen werden als Chicken Curry zu enden.

 

Nach 3 Stunden, inzwischen konnte ich einen Sitzplatz hinter dem Fahrer ergattern, hält der Bus in Thumsikot zur üblichen Dhaal Bhaat Rast. Wir könnten bis Nagidhar weiter fahren, ziehen aber den zum Glück noch vorhandenen alten Fußweg vor. In Mijuredanda lädt ein bescheidenes Teehaus, nahe der Dorfschule, zur Rast ein. Während wir einen vorzüglichen, mit weiteren Gewürzen veredelten Ginger-Tee trinken, gesellen sich einige neugierige Schulkinder zu uns. In diese Gegend verlaufen sich kaum Touristen.

 

Gurung-Trek - Thumsikot, AnnapurnaKaffe-StaudeDas kleine Dorf Thumsikot liegt vor uns. Erst an dessen nördlichen Ende befindet sich die weiterhin einzige Homestay-Unterkunft. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das Haus ist verwaist. Wir halten nach dem Besitzer Ausschau. Da erscheint er, einen großen Eimer gefüllt mit roten Kirschen in der Hand. Kirschen? Ja, frisch geerntete Kaffeekirschen. Auch er ist einer der vielen Farmer, die im Schatten ihrer Bäume Kaffee anbauen. Für den Kaffeekenner die beste arabische Qualität, die auf dem Weltmarkt noch Höchstpreise erzielt.

 

Gurung Dorf im Annapurna12. Tag - 25.02.2015

 

Hochnebel, den die morgendliche Sonne kaum zu durchdringen vermag. Es ist warm und schwül. Bereits auf der Forststraße nach Nagidhar, der Busendstation, kommen wir gehörig ins Schwitzen. Dem zunächst recht eben verlaufenen Weg folgt alsbald ein steiler Abstieg über schier unzählige Steinstufen hinunter in das Tal des Rudi Khola. In diesem engen Tal endet in Surki ebenfalls ein Fahrweg. Bevor wir Aufstieg mit  850 Höhenmetern nach Pasgaon (1.650 m) in Angriff nehmen, sei uns eine kleine Rast gegönnt.

 

Steinstufen-Wege von Dorf zu DorfTritt für Tritt ist Stufe für Stufe zu erklimmen. Die Sonne brennt herab und sorgt zusätzlich dafür, dass der Schweiß rinnt. Während ich mich mühsam bergan kämpfe, kommen uns leichtfüßig mehrere festlich gekleidete Frauen entgegen. Wohin geht es? Zum Dancing, lautet die Antwort. Ebenso werden wir von einigen Nepali überholt, die geschwind den Steinstufen hinauf folgen.

 

Endlich das Welcome Gate von Pasgaon. Hat das Treppensteigen nun ein Ende? Es geht noch ein Weilchen weiter aufwärts. Schließlich die Ortsmitte mit der kleinen Gompa und kurz dahinter finden wir unser Quartier. Wir sind die einzigen Gäste hier und im ganzen Dorf.Welcome in Pasgaon, Annapurna Gurung Trek

 

Zimmer mit Kochstelle in einem Gurung HausDen Abend verbringen wir gemeinsam mit der Familie in der Küche nahe dem wärmenden Herd auf welchem die Mutter des Hauses das gemeinsame Abendessen zubereitet und ständig für frisch aufgebrühten Tee sorgt. Sanje lässt es sich jedoch nicht nehmen, in gewohnter Weise einen leckeres und würziges Kartoffelgericht mit verschiedenen frischen Gemüse und Kräutern aus dem Garten hinter dem Haus zuzubereiten. Letztendlich gehört zum Ausklang eines Tages eine Runde selbst destillierter Raksi. Prosit und irgendwann gute Nacht.

 

13. Tag - 26.02.2015

 

Grollend nähert sich ein heftiges Gewitter. Als es um 9 Uhr immer noch schüttet und kaum Aussicht besteht, dass sich die Himmelsschleusen alsbald schließen, fällt die Entscheidung leicht, hier einen Tag abzuwarten und auf besseres Wetter zu hoffen. Gegen 11 Uhr klart es ein wenig auf. Es reicht für einen kleinen Rundgang durch das Dorf.

 

 

Bereits nach dem Besuch der Gompa suchen wir schnellstens wieder Zuflucht unter dem Dach der Terrasse unseres Heims. Irgendwie vergeht die Zeit mit Kartenspiel, auch ein Stündchen Schlaf tut gut. Den ganzen Nachmittag kämpfen Sonnenschein und heftige Schauer gegeneinander. Erst zum Abend hin, gibt die Regenfront auf.

 

Pasgaon - Gurung Heritage Trail, Annapurna14. Tag - 27.02.2015

 

In der Nacht hat es noch 2 mal kräftig gewittert und heftig geregnet. Nun sind die düsteren Wolken verschwunden. Ein blauer Himmel mit kleinen weißen Wolkenresten läutet einen wohl sonnigen Tag ein, als wir von unserer Gastfamilie Abschied nehmen. Die Lehrerin, die zur Abrechnung und Bezahlung von Unterkunft, Speis und Trank, am Morgen anwesend war, begleitet uns hinauf zur Stupa und der dortigen Dorfschule und erläutert Sanje den weiteren Weg.

 

Wir folgen weiterhin den Steinstufen durch schattigen Mischwald zum 2.100 m hohen Pass. Dort oben zeigt sich erstmals auf dieser Tour der verschneite Kamm des Lamjung Himal. Abermals führen recht steil und stellenweise unregelmäßig angelegte Steinstufen abwärts. Diese Wege trotzen Jahr für Jahr den heftigen Monsun und sind für die Einheimischen meist die einzige Verbindung zwischen den Dörfern und den an steilen Hängen liegenden Terrassenfeldern. Zunächst geht es durch Mischwald, durchsetzt mit einigen schon in voller Blüte stehenden Rhododendren, der abrupt endet. Frauen schleppen schwere, mit Dung vollbeladene Körbe hinauf auf die schmalen Felder. Es ist Zeit, die Äcker für die Aussaat von Kartoffeln, Weizen, Mais und Reis vorzubereiten. Entlang des Weges stehen vereinzelte Bauernhäuser. Auf einem Platz werden aus einem Baumstamm Bretter gesägt. Ein alter Mann schmaucht seine Pfeife. Wir würden gerne zur Rast in einem Gasthaus einkehren. Doch weit und breit ist keines auszumachen.

 

 

Ein kleines Schild weist am Wegesrand schließlich auf eine einfache Homestay-Unterkunft hin. Dort eingetroffen, sitzt eine alte Frau allein am tönernen Herd, auf welchem der Wasser-Kessel brodelt. Einen solch scharfen Ginger-Tee habe ich noch nie serviert bekommen. Schwarz wie Kaffe und gewürzt mit Pfeffer, Chili und … ? Die Tasse fülle ich in meine leere Trinkflasche um und verdünne diese mit abgekochtem Wasser zu einer trinkbaren Flüssigkeit. Sanje traut sich, das von ihr angebotene Dhaal Bhaat zu essen. Ich begnüge mich vorsorglich mit ein paar Keksen.

 

Weiter geht es steil bergab. Im tiefen Tal des Midim Khola (1.300 m) ist der tiefste Punkt dieses Tages erreicht. Von dort führt eine Material-Seilbahn zum Transport des notwenigen Feuerholzes aus den umliegenden Wäldern hinauf nach Bhujung, der größten Gurung-Siedlung in diesem Gebiet. Auch ein kleines Wasserkraftwerk wird dort zur Versorgung des Ortes mit Strom betrieben. Jedem bergab folgt ein bergauf. Noch einmal die Kraftreserven mobilisieren und inzwischen recht gut trainiert erreichen wir Bhujung.

Hotel Sujan, Buhjung

Auch im Hotel Sujan genießen wir Homestay als einzige Gäste. Mein Zimmer wird im Erdgeschoss eingerichtet. Sanje hilft der Wirtin beim Transport einer dicken Matratze. Es folgt ein langer geselliger Abend mit der Familie im Fernsehzimmer. Der Raum füllt sich zunächst mit den Kindern aus der Nachbarschaft. Sanje bereitet das herzhafte Sherpa Stew zu, ein kräftig würziger Eintopf aus hausgemachten Nudeln und Gemüse. Dazu gibt es Pickles und ein paar Gläschen Raksi sind der krönende Abschluss dieses Abends.

 

15. Tag - 28.02.2015

 

Abermals ist es trübe. Nach einem herzlichen Abschied von unseren Gastgebern folgen wir zunächst dem alten Fußweg. Dieser mündet nach etwa einer Stunde auf der Jeep-Piste, den wir bis nach Ghalegaon (2.050 m) folgen müssen. Lamjung Himal - Gurung Homestay TrekkingEs ist Samstag und viele Leute kommen uns aus Ghalegaon entgegen, die ihre Familien, Freunde und Bekannte in Bhujung besuchen. Vorbei an einem einsam gelegenen Tempel und dem Fußballplatz, wo gerade ein Spiel stattfindet, erreichen wir zur Mittagszeit Ghalegaon. Jeep Ghalegaon - Beshi SaharIn Anbetracht  des ungewöhnlich schlechten Wetters erkundigen wir uns im Checkpoint nach einer Möglichkeit, noch heute nach Beshi Sahar zurückkehren zu können. Die Chance nehmen wir wahr und holpern am Nachmittag gut 2 ½ Stunden im lokalem Jeep hinunter.

Luxusbus von Beshi Sahar nach Kathmandu16. Tag - 01.03.2015Sunkaloa Geburtstag

 

Sanje hat Plätze in einem Luxus-Bus organisiert. Bequem, wie in einem Touristenbus treffen wir am frühen Nachmittag in Sitapaila ein. Genau richtig zur Geburtstagsfeier von Sunkalpa, der nun nach nepalischer Rechnung 3 Jahre wird, sein drittes Lebensjahr beginnt.

17./18. Tag - 02./03.03.2015

 

Dauerregen. Es ist und bleibt zu kalt und regnerisch für diese Jahreszeit. Erst gegen Mittag des 03.03. hat Indra, der Regengott, etwas erbarmen. Es klart auf und das Thermometer klettert nahe der 2 °C Marke.

 

19. Tag - 04.03.2015

 

Bruchlandung Turkish Airline, KathmanduWährend ich noch frühstücke, wartet Krishna bereits am Flughafen, um dort Silke in Empfang zu nehmen. Gerade will ich aufbrechen, um unseren Gast im Hotel Samsara zu begrüßen, als mein Mobile klingelt. Es ist Krishna: Accident with the plane. Nobody know what happen. Please wait! Etwas später die Entwarnung. Der Airbus der Turkish Airline hat nur eine Bruchlandung hingelegt, ist zur Hälfte neben der Landebahn aufgekommen. Alle Passagiere und Besatzung konnten das Flugzeug inzwischen verlassen.

Mir fällt wahrlich ein Stein vom Herzen.

 

Zwangsläufig wurde der Flughafen gesperrt, da der Airbus die einzige Start-/Landbahn blockiert. Können morgen unsere Gäste Wolff und Astrid aus Bhutan kommend hier landen? Trouble Shooting! Zumindest ist Gerd von seinem Trek zurück in Kathmandu und sein Abflug am 06.03. sollte wohl nicht gefährdet sein. Hoffen wir, dass alles gut geht und der normale Flugbetrieb am Nachmittag, wie offiziell verkündet wieder aufgenommen werden kann. Bereits im Laufe des Tages wird die sehr optimistische Zusage auf morgen verschoben.

 

Jedenfalls treffen wir uns mit einer noch etwas schockierten, aber glücklichen Silke und mit Gerd, um den kommenden Tag des Frühlingsfestes Holi gemeinsam in Kathmandu zu erleben. Krishna wird sich morgen um die Abholung von Silkes Gepäck kümmern. Den hierzu erforderlichem Coupon findet Silke glücklicherweise nach langem Suchen.Farbenfest Holi

 

20. Tag - 05.03.2015

zur Bildershow Holi

 

Holi, das Fest zum Frühlingsbeginn und das Fest der Farben. Hinein in den Trubel der fröhlichen Schlacht mit Farbpulver und Wasserbomben. Alte Sachen anziehen und selbst aktiv werden heißt die Devise. Dipendra und sein Freund Sundar begleiten uns. Bilder sagen mehr als Worte.

 

Holi Fest in Kathmandu Holi - Farbenfest in Nepal Holi am Dhurbar Square in Kathmandu

 

Während junge Leute und Touristen ausgelassen feiern, treffen sich verheiratete Frauen unter einem Pfahl mit buntem dreistufigem Schirm. Neben Opfergaben werden Fäden um den Stamm gewickelt. Auf diesem Wege beten die Frauen für ein langes Leben ihrer Ehemänner.

 

 

21. Tag - 06.03.2015

 

Das Desaster mit dem verunglückten Airbus nimmt seinen Lauf. Niemand weiß etwas Genaues. Man schafft es nicht, das Flugzeug vom Runway weg zu bewegen. Der Flugbetrieb ist weiterhin eingestellt. Lediglich Inlandflüge sind möglich, da die kleinen Maschinen nur einen Teil der Start-/Landebahn benötigen. Wolff und Astrid konnten ihren Rückflug von Bhutan über Bangkok umbuchen und befinden sich bereits Weg zurück in die Heimat. Gerd muss, wie all die anderen Touristen, abwarten und hoffen, dass die internationalen Flüge wieder aufgenommen werden können. Morgen soll der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden, lautet die abendliche Nachricht. Krishna und ich sind froh, dass unsere nächsten Kunden erst in einer Woche hier eintreffen werden. Silke ist derweil mit ihrem Porter-Guide in Richtung Langtang aufgebrochen.

 

22. Tag - 07.03.2015

 

In den Mittagnachrichten des nepalischen Fernsehens sieht man erste Bilder, wie der Airbus mit der Schnauze auf einem LKW liegt, der ihn von der Bahn wegschleppen soll. In 2 Stunden wird der Flugbetrieb wieder aufgenommen, heißt es recht optimistisch. Nur wenig später, wird dieser Termin auf 18 Uhr revidiert.

 

23. Tag - 08.03.2015

 

Alles wieder im Lot. Obwohl einige Airlines zwei Maschinen statt einer nach Kathmandu senden, dauert es, bis all die Wartenden ihre Hin- oder Rückreise antreten können. Am Abend kann Gerd endlich seinen Rückflug antreten.

 

Ich starte nach Pokhara. Ziel ist das Mardi Himal und von dort soll es weiter zum Annapurna BC gehen.

Mardi Himal, AnnapurnaMachhapuchare BC (MBC) - Sanctuary Trek Annapurna

Zum Reisebericht:

Mardi Himal und Sanctuary-Trek

durch ursprüngliche Gurung-Dörfer,
blühende Rhododendren Wälder
und zum Machhapuchare BC

 

38.-40. Tag - 23.03.-25.03.2015

 

Wieder zurück in Sitapaila, wartet erst einmal die leidige Arbeit im Büro auf mich. Zwischenzeitlich sind einige Gäste pünktlich und ohne Probleme eingetroffen und bereits zum gebuchten Trekking unterwegs. Unsere gut bekannten Freunde Waltraut und Gerhard treffen ein und zur Begrüßung verbringen wir einen gemütlichen Abend im Bamboo Club.

 

Am 24.03. vermissen wir Familie Kohler. Wo sind sie abgeblieben? Ist etwas passiert. Beim Anruf bei denen zu Hause, meldet sich nur der automatische Anrufbeantworter. Einen Tag später sind sie mit ihren beiden nepalischen Adoptivkindern Karun und Anita eingetroffen. Des Irrtums Lösung: Simone hat das Abflugdatum als Ankunftsdatum übermittelt.

 

Affen, Swyambunath, Kathmandu, Nepal41. Tag - 26.03.2015

 

Affentempel Swyambunath

Inzwischen habe ich Übung darin, unsere Gäste zu den interessantesten Highlights in und um Kathmandu zu führen. Das heutige Ziel mit Familie Kohler ist die Stupa von Swyambunath, auch Monkey-Tempel genannt. Die beiden Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren haben große Freunde, die hier lebenden Affen zu beobachten und natürlich zu füttern. Die steile Treppe hinauf zur Stupa wird erklommen, es folgt die Umrundung der Stupa (Kora) und wir werfen einen Blick in die alte Gebetshalle. Auf der Rückseite folgen wir den Weg hinunter zum Buddha Park. Zuvor versuchen die Kinder ihr Glück, eine Münze in den Topf am Friedensbrunnen zu werfen. Mit den lokalen Bussen fahren wir nach Thamel zurück. Zur Mittagszeit ist der Bus fast leer und Karun ist stolz, neben dem Fahrer sitzen zu dürfen.

 

Ein herannahendes Gewitter bringt heftigen Dauerregen mit sich. Wir verzichten auf den geplanten Besuch des Durbar Square und verabreden uns zum morgigen Ausflug nach Bhaktapur.

 

Bhaktapur42. Tag - 27.03.2015

 

Bei recht trüben Wetter ziehen wir durch Bhaktapur, auch Bhadgaon oder Stadt der Gläubigen genannt. Durch das goldene Tour gelangt man in den Palast. Da die von Simone und Frank adoptierten Kinder gebürtige Hindus sind, dürfen die Beiden den Taleju Chowk mit den acht Muttergottheiten betreten. Wir müssen halt draußen warten.

Potter Place, Bhaktapur

Das königliche Bad, die Stufen zu verschiednen Pagoden sind heute nicht nur Sehenswürdigkeiten, sonder auch Tummelplatz für alle heimischen Kinder. Die Stufen hinauf und hinunter klettern, auf den Rücken eines Elefanten oder Löwen steigen, begeistert auch Anita und Karun. Übrigens, Anita ist ein beliebter nepalischer Mädchenname. Der Höhepunkt für die Kinder ist schließlich der Töpferplatz, wo ein Handwerker ihnen die Kunst des Töpferns beibringt.

 

43. Tag - 28.03.2015

 

PashupatinathMit dem Besuch von Pashupatinath und Bodnath endet heute die 3-tägige Besichtigungstour mit Familie Kohler. Morgen werden die Vier ihre Rundreise mit Flug nach Janakpur fortsetzen. Ein paar Tage in Chitwan und Pokhara verbringen und danach eine kleine Trekking-Tour im südlichen Annapurna unternehmen und zum Abschluss ihrer Reise das CFO Kinderdorf in Dhading Besi besuchen.

 

Birgit und Claus aus Gelsenkirchen sind mir ihren Freunden eingetroffen. Das Wiedersehen muss natürlich ausgiebig gefeiert werden. Zu solchen Anlässen ist der Bamboo Club unsere bevorzugte Lokalität in Thamel. Der gemütliche Abend endet erst zu später Stunde. Mit 350 Rupien für die Taxifahrt nach Hause in Sitapaila bin ich überraschend gut bedient. Krishna ist derweil noch am Flughafen, um unseren Gast aus Hongkong abzuholen.

 

44. Tag - 29.03.2015

 

Während die Gelsenkirchener schon auf den Weg ins Langtang sind, besprechen Krishna und ich mit der inzwischen vollständigen Gruppe der Kulturwanderer, deren morgen beginnenden Tamang Heritage Trek und weiter zu den Seen von Gosainkund bis hinunter ins Helambu. Anschließend übernehme ich die kleine Sightseeing-Tour bis hinunter zum Durbar Square

 

45. - 48. Tag- 30.03. - 02.04.2015

 

Ein paar Tage in Kathmandu. Gerne wäre ich einmal wieder aufs Wasser zum Rafting gegangen. Aber es gibt kein passendes Programm, dem ich mich hätte anschließen können. So entspanne ich in Sitapaila auf der Terrasse im Sonnenschein, treffe den einen oder anderen in Thamel. Auch die Büroarbeit bleibt nicht aus. Die Permits für die NMA-Gipfel wurden völlig neu gestaltet. Der geplante HIMATREK-Informationstag im Juni in Berlin muss organisiert werden.

 

So langsam wird es Zeit, wieder in die Berge aufzubrechen. Morgen treffen drei Berliner ein, die die Umrundung des Manaslu bebucht haben. Auch ich möchte diese Tour nach dem wetterbedingten Abbruch im Jahre 2011 endlich schaffen. Die Fortsetzung im Reisebericht:

Blick auf den Manaslu in LoLarke La - 5.106 m

Zum Reisebericht:

Um den Manuslu

eine Schneetour über den 5.106 m hohen Larke La
die im zweiten Anlauf gelingt!
Dann das Erdbeben am 25.04.2015t

 

77. - 79. Tag - 01.05. - 03.05.2015

 

All unsere Gäste sind wohlbehalten nach Kathmandu zurückgekommen und haben ihren Rückflug in die Heimat angetreten. Nils konnte am 01.05. nach Bhutan fliegen. Ich habe meinen Rückflug vom 05. auf den 03.05.2915 umgebucht und lande am gleichen Tage pünktlich in Düsseldorf.

Visit Nepal 2015

VISIT NEPAL 2015

Nepal ist weiterhin eine Reise wert. Es ist weniger zerstört, als es den Medien zufolge den Anschein hat. Trekking ist in den meisten Gebieten möglich. Unterstützt Nepal mit einem Besuch! Viele Nepali (über)leben vom Tourismus. Auch ich werde den Herbst 2015 in meiner 2, Heimat verbringen